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Bafög-Empfänger bekommen zum Wintersemester mehr Geld

dpa

452 statt 427 Euro im Monat: Der Bundestag hat mit den Stimmen der Ampel-Koalition und der Linken eine knapp sechsprozentige Erhöhung der Bafög-Sätze beschlossen.

Beschlossen wurde auch eine deutliche Erhöhung von Freibeträgen und Schonvermögen, wodurch sich der Kreis der Bafög-Berechtigten vergrößern soll. Auch für Schüler und Auszubildende werden die Sätze angehoben. Union und AfD stimmten gegen die Reform. "Die bisherige Förderung hat noch zu viele ausgeschlossen. Wir kehren diesen Trend um", sagte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP).

Der Bafög-Satz für Studierende steigt demnach von 427 auf 452 Euro im Monat. Wer nicht mehr bei den Eltern lebt, kann außerdem 360 statt bisher 325 Euro für die Miete bekommen. Die Ampel-Koalition hatte wegen der Inflation noch etwas draufgelegt, ursprünglich war eine Bafög-Erhöhung von fünf Prozent geplant. Studierendenvertreter, das Deutsche Studentenwerk und Oppositionspolitiker kritisieren die Anhebung mit Blick auf die steigenden Preise für Lebensmittel, Energie und Wohnen dennoch als zu niedrig.

Den Plänen der Ampel zufolge ist die Reform nur der erste Schritt. Das Bafög soll langfristig elternunabhängiger werden, indem die von SPD, Grünen und FDP geplante Kindergrundsicherung direkt an Studentinnen und Studenten ausgezahlt wird - als Grundsockel der Studienfinanzierung.