Entscheidung

Baden-Württemberg führt eine Maskenpflicht ein

kna

Egal ob Community-Maske, Halstuch oder Schal: Vom 27. April an gilt auch in Baden-Württemberg die Pflicht, Mund und Nase beim Einkaufen und im Nahverkehr zu bedecken.

Ab kommendem Montag müssen Mund und Nase beim Einkaufen und im Nahverkehr bedeckt sein, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Dienstagmittag in Stuttgart sagte. Damit sei aber kein medizinischer Mundschutz gemeint, es gehe nur um einfache Mund-Nasen-Bedeckung. "Notfalls tut es auch ein Schal", sagte Kretschmann.




Man habe festgestellt, dass sich zu wenige Menschen an die bislang geltende dringende Empfehlung zum Tragen von Masken halten, begründete Kretschmann den Schritt. Dies gelte "on-top", also zusätzlich zu den Abstandsregeln, sagte der Grünen-Politiker.

Wie lange die Maßnahme gelten sollen, könne er jetzt noch nicht sagen. Man müsse sich darauf einstellen, dass die Kontaktbeschränkungen sehr, sehr lange gelten würden, so der Ministerpräsident. Das neue an dem Virus sei, dass man jemanden anstecken könne, ohne selbst Symptome zu haben. "Normalität haben wir erst wieder, wenn wir einen Impfstoff haben," sagte Kretschmann.

40 Prozent der Neuansteckungen fänden in Baden-Württemberg und Bayern statt. Trotz zurückgehender Infektionsraten könne von einem Abflauen keine Rede sein, sagte der Ministerpräsident. Daher seien Kontaktbeschränkungen und Abstandgebot weiter nötig. Ob die Maskenpflicht auch für Kleinkinder gelte, könne er nicht sagen. "Damit müssen wir uns noch bis Montag befassen", sagte Kretschmann.

Auch andere Bundesländer führen die Maskenpflicht ein

Sachsen hat bereits eine Maskenpflicht eingeführt, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern wollen in der kommenden Woche nachziehen. Eine bundesweit einheitliche Linie gibt es bislang nicht: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten sich vergangene Woche nur darauf verständigt, das Tragen sogenannter Alltagsmasken in Bussen und Bahnen sowie im Einzelhandel dringend zu empfehlen.

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