Gastronomie

Auf Freiburgs Außensitzflächen bleiben Heizpilze verboten

Jens Kitzler

Der Gemeinderat in Freiburg hat entschieden, dass Kneipen und Restaurants auch im Jahr 2021 erweiterte Außenflächen bekommen. Heizpilze wird es dort aber nicht geben.

Um ausbleibende Umsätze wegen der Corona-Pandemie ausgleichen zu können, dürfen Freiburgs Wirte weiter auf Sonderflächen bewirten, auf Plätzen beispielsweise wie auch auf Parkflächen vor den Kneipen und Restaurants. Der Freiburger Gemeinderat hat die Vorlage der Verwaltung gestern einstimmig angenommen.


Trotzdem bleibt die Regelung erstmal eine Ausnahme, sie gilt bis zum Ende des Jahres 2021. Und: Ab dem 1. Januar müssen die Wirte für die sogenannte Sondernutzung auf den umgewidmeten Außenflächen zahlen. Um die Gastronomie zu unterstützen, die weiterhin unter dem Lockdown des Frühjahrs und unter der danach beschränkten Gästezahl leidet, müssen die Gebühren erst im vierten Quartal 2021 bezahlt werden. Im Jahr 2020 meldeten Wirte für insgesamt 37 Parkplätze eine Sondernutzung an.

"So ein Heizpilz hat den CO2-Ausstoß eines Kleinwagens"Sophie Schwehr, Grüne
Die Stadtverwaltung übernahm einen Antrag von SPD/Kult und Eine Stadt für Alle, die ausgewiesenen Flächen zusammen mit dem Behindertenbeirat auf Barrierefreiheit zu prüfen und die Erfahrungen mit den Sondernutzungsflächen auszuwerten, um dann in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres erneut über eine Verlängerung zu beraten. Nicht angenommen wurde ein Antrag der FDP und der Bürger für Freiburg.

Diskussion: Ausnahmsweise Heizpilze erlauben

Die Fraktion hatte zur Abstimmung gestellt, im ablaufenden und im kommenden Jahr ausnahmsweise die Verwendung von Heizpilzen auf Außensitzflächen im öffentlichen Raum zu erlauben. So sollen Wirte auch draußen Tische anbieten können, wenn es kalt ist. Dabei sollte die Stadt die Verwendung von CO2-neutralen Heizpilzen anregen. Gegenrede kam unter anderem von Sophie Schwehr (Grüne): Nach Erkundungen der Fraktion spreche sich nur ein kleiner Teil der Gastronomen für die Außenheizungen aus.



Wegen diesen nun die Geräte zu erlauben, löse möglicherweise einen Trend aus. Und der sei nicht gewollt: "So ein Heizpilz hat übers Jahr den CO2-Ausstoß eines Kleinwagens." Detlef Huber von der AfD konterte: Wenn ohnehin nur ein kleiner Teil der Gastronomen Heizpilze einsetzen wolle, könne man das ja dann auch genehmigen. Am Ende der Debatte stimmten 25 Gemeinderäte gegen den Antrag und 14 dafür.

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