Hygiene

Auf dem Freiburger Münstermarkt kann man sich nun die Hände waschen

Manuel Fritsch

Während Trinkbrunnen und Wasserspiele in der Stadt gesperrt sind, gibt es auf dem Münsterplatz zwei öffentliche Waschbecken. Vorerst nur für zwei Wochen – eine Verlängerung ist aber möglich.

Das Händewaschen hat durch die Corona-Pandemie nochmal an Bedeutung gewonnen. Wer allerdings in der Stadt einen Platz sucht, wo er sich gründlich und mit Seife die Hände waschen kann, ist meist auf öffentliche Toiletten angewiesen. Selbst die "nette Toilette" – Toiletten in Gaststätten, die auch besucht werden können, ohne etwas zu konsumieren – ist problematisch geworden, da sich Benutzer vorher registrieren müssten.


Badenova und FWTM installieren zwei Waschbecken

Um Abhilfe zu schaffen, hat der kommunale Versorger Badenova gemeinsam mit der Freiburger Wirtschaftsförderung FWTM am Münstermarkt zwei mobile Waschbecken aufgestellt. Zu Marktzeiten, also etwa von 7.30 bis 15 Uhr, stehen dort vor, während oder nach dem Marktbesuch Seife und Wasser zur Verfügung.

An der Ecke Marktgässle / Conrad-Gröber-Straße, in der Nordwest-Ecke des Münsterplatzes, haben die beiden Waschbecken Platz gefunden. Es sei gar nicht so einfach gewesen, einen Platz zu finden, an dem es gleichzeitig einen Wasser- und einen Abwasseranschluss gebe und der nicht auf einem Feuerwehrzufahrtsweg liege, sagt Tina Hagn von Badenova.

Vorerst soll das mobile Waschbecken nur zwei Wochen auf dem Münsterplatz stehen. Wenn es aber gut angenommen werde, sei eine Verlängerung denkbar. "Aus unserer Sicht kann es mit open end dableiben", sagt Benedikt Budde, Projektleiter bei der "Freiburg, Wirtschaft, Tourismus und Messe GmbH" (FWTM). Die abschließbare "Wasch-Bar" bietet zwei Edelstahlwaschbecken, Seifenspender und Papierhandtücher. Die Waschbecken sind mit Sensor ausgestattet, die Seifenspender lassen sich mit dem Ellbogen bedienen, so dass man möglichst wenig direkt mit den Händen anfassen muss.

Andere Wasserspender in der Stadt müssen noch auf eine Öffnung warten

Denn so einfach ist das derzeit nicht. Die Stadtverwaltung hat alle öffentlichen Wasserspender und alle Wasserspiele auf Spielplätzen bislang abgeschaltet. Die Infektionsgefahr sei zu hoch, heißt es. Allerdings arbeite die Verwaltung daran, die Brunnen wieder in Betrieb zu nehmen, sagt Rathauspressesprecher Toni Klein. Es habe diesbezüglich auch schon viele Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern gegeben. Am Dienstag sei eine neue Fassung der Corona-Verordnung von der Landesregierung gekommen, so Klein. Nun müsse geprüft werden, was laut Verordnung möglich ist. Das Ziel sei, alles wieder komplett zu öffnen. Ob und wann das möglich sein wird, werde sich hoffentlich in den nächsten Tagen klären.

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