Fotoreportage

Arbeiten in der Corona-Zeit: Was wir im Lockdown gelernt haben

Mayada Wadnomiry

Welche Erfahrungen haben Geschäftsführer von kleinen Betrieben in Freiburg in den vergangenen Wochen gemacht? Welche Ideen haben sie für die Zukunft entwickelt? Eine Fotoreportage.

Mayada Wadnomiry ist Videojournalistin und Fotografin. Sie arbeitete vier Jahre lang als Videojournalistin in Ägypten und seit 2016 sie als Freiberufliche Videografin und Fotografin in Freiburg. Sie engagiert sich in Medienpädagogischen Projekten, wo sie Video-Workshops mit geflüchteten Frauen und Frauen mit Migrationshintergrund anbietet. Zu Beginn der Corona-Pandemie hat sie kleine Unternehmen aus Freiburg besucht und gefragt, welche Erfahrungen sie gemacht haben.

Maya Wadnomiry: Website & Instagram

Mayadas Fotoreportage "Work in Pandemic Times - What We Learned From A Lockdown" ist zuerst auf Englisch auf ihrer Website erschienen. Da Mayada seit Mai 2020 auch fudder-Mitarbeiterin ist, stellt sie ihre Arbeit auch der Redaktion zur Verfügung. fudder hat ihren Text frei ins Deutsche übersetzt.

Arbeit in der Corona-Zeit – Was wir aus der Pandemie gelernt haben

Am 21. März 2020 hat die südwestliche Stadt Freiburg eine Ausgangsbeschränkung aufgrund der Corona-Pandemie ausgesprochen. Nur lebensnotwendige Betriebe wie Supermärkte, Apotheken und Postfilialen durften in dieser Zeit geöffnet bleiben. Alle anderen Geschäfte, die nicht systemrelevant sind, mussten komplett schließen.

Ich habe drei Menschen getroffen, die drei unterschiedliche Unternehmen leiten – ob als Warenverkäufer oder Dienstleister – sie haben alle andere Taktiken entwickelt, um den Lockdown als Unternehmen zu überleben. Was alle gemeinsam haben? Sie haben gelernt, sich anders weiterzuentwickeln.



Florian Fromm, Programmkoordinator des Kommunalen Kinos

Das Kommunale Kino hat die Zeit der Ausgangsbeschränkung genutzt, um an neuen Projekten zu arbeiten und Renovierungsarbeiten im Kino voranzutreiben. Besonder ein Projekt ist in der Krise positiv aufgenommen worden: Das Balkonkino, das er zusammen mit Simon Waldenspuhl in Freiburger Hinterhöfen organisiert hat. Freiburgerinnen und Freiburger konnten sich bewerben, dann sind die beiden Filmfans mit Beamer und Lautsprecher vorbeigekommen und haben Kurzfilme auf Wände projiziert.



Hans-Jörg Schwander, Leiter Innovation Academy

Für Hans-Jörg Schwander war die Ausgangsbeschränkung eine harte Zeit, die sein Unternehmen gerade so überlebt hat. Seine Firma versteht sich als Teil einer weltweiten Bewegung, die durch Bildung für eine nachhaltige Entwicklung sorgt. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit sind Seminare und Exkursionen, die im Dreiländereck stattfinden – normalerweise. Neben den finanziellen Einbrüchen aus den abgesagten Angeboten musste er seine Unternehmensstrategie ändern und die Kurse online anbieten. Er sagt, dass er den Schwerpunkt in Zukunft mehr auf lokale Projekte legen wird, damit das Unternehmen weiterhin bestehen kann.





Tatjana Konrad, Geschäftsführerin von Stoffliebe

Auch Tatjana Konrad musste ihren Stoffladen Stoffliebe in der Salzstraße einige Wochen schließen. In der Zeit des Lockdowns hat sie Atemschutzmasken genäht – rund um die Uhr. Um alle Bestellungen abzuarbeiten, hat die Selbstständige zwölf Stunden am Tag gearbeitet.