Außengastronomie

Anwohner beschwert sich, weil Gäste der Kaffee-Kiste auf angeblich privater Wiese sitzen

Manuel Fritsch

Wenn sich in Freiburg Anwohner und Gastronomie streiten, kann die Normalität nicht mehr weit weg sein. Beispiel: Die Kaffee-Kiste hat Ärger, weil Leute mit Cappuccino auf einer privaten Wiese sitzen.

Ein wichtiger Schritt zurück zur Vorkrisen-Normalität ist die Öffnung der Cafés. Zumindest "to go" bekommt man inzwischen fast überall. Von nächstem Montag an kann man sich auch wieder mit Eiskaffee oder Cappuccino niederlassen. Einige tun das mit ihren Pappbechern aber heute schon und nicht ganz Corona-kompatibel, wie der Redaktion zugetragen wurde.


Rund um die mobile Kaffee-Kiste in der Wiehre würden die Abstandsregeln ignoriert, eng säßen die Leute zusammen – und dann auch noch auf einer privaten Wiese. Beim Besuch vor Ort erweisen sich die Regelverstöße jedoch als nicht ganz so eindeutig: Die Kaffee-Schlürfenden sitzen in Zweiergrüppchen und mit gebührendem Abstand auf den Mäuerchen, die Privatwiese ist verwaist.

Der Inhaber bemüht sich um Verständigung

Der Betreiber des Freiluft-Cafés erzählt, dass beim Gewerbeamt eine anonyme Beschwerde eingegangen sei. Und während ein Anwohner über die Besetzung der privaten Wiese klagte, habe ein anderer Anwohner mitgeteilt, die Wiese sei gar nicht privat, sondern städtisch.

Der Inhaber sagt, er bemühe sich natürlich dennoch um Verständigung, gute Nachbarschaft sei ihm ja wichtig. Ein wildes Durcheinander von Beschweren und Beschwichtigen – ein gutes Zeichen! Denn wenn der Streit zwischen Anwohnern und Gastronomie wieder aufflammt, dann – und nur dann – ist die Normalität nicht mehr weit.

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