Erneute U-Haft

Angeklagter im Hans-Bunte-Fall soll Schwangere in Bauch getreten haben

Joachim Röderer

Ein 22 Jahre alter Syrer, der beim Hans-Bunte-Prozess wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilt wurde, sitzt erneut in U-Haft: Er soll in Freiburg eine schwangere Frau in den Bauch getreten haben.

Im Prozess um die Gruppenvergewaltigung beim Hans-Bunte-Areal ist der Angeklagte Ayham Al R. vor einer Woche zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilt worden.Al R. war schon im Laufe des 13 Monate währenden Verfahrens aus der U-Haft entlassen worden.


Der Mann, der im Raum Emmendingen untergebracht war, gehörte zu den drei der insgesamt elf Angeklagten, die vom Gericht nicht wegen Vergewaltigung oder sexuellem Übergriff schuldig gesprochen worden sind.

Rangelei auf der Stadtbahnbrücke

Doch schon am Tag der Urteilsverkündung saß der 22-Jährige wieder im Gefängnis. Ihm wird vorgeworfen, dass er am 10. Juli am helllichten Tag gegen 13.30 Uhr auf der Stadtbahnbrücke in Freiburg in eine Rangelei mit einer schwangeren Frau verwickelt gewesen sein soll. Al R. soll die Frau in den Bauch getreten haben.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen Körperverletzung, Beleidigung und versuchtem Schwangerschaftsabbruch, so Ralf Langenbach, der Sprecher des Staatsanwaltschaft auf BZ-Nachfrage. Das Opfer habe das Kind glücklicherweise nicht verloren. Die Freundin des Tatverdächtigen soll zuvor mit der schwangeren Frau in Streit geraten sein.