Statistik

An Freiburgs Uni und den Hochschulen studieren etwas weniger Menschen als im Vorjahr

Fabian Vögtle

Die Zahl der Studentinnen und Studenten an der Uni und den vier Freiburger Hochschulen ist in den letzten Jahren leicht zurückgegangen. Nur die Musikhochschule ist an der Obergrenze angekommen.

Die Zahl der Studentinnen und Studenten an der Albert-Ludwigs-Universität ist in den vergangenen fünf Jahren zurückgegangen. Im aktuellen Wintersemester waren 24 391 Studierenden eingeschrieben, das sind im Vergleich zum Vorjahr 221 weniger. Das geht aus der Statistik der Uni hervor. Vor vier Jahren, zu Beginn des Wintersemesters 2016/17, studierten demnach rund 1000 Menschen mehr an der Alma Mater als heute. Allerdings hatte es 2015 auch einen Anstieg auf über 25 000 gegeben. Zuvor lag die Zahl darunter.


Der leichte Einbruch bei den Studierendenzahlen in den vergangenen Jahren erklärt Prorektorin Juliane Besters-Dilger demografisch und mit der wachsenden Attraktivität anderer Hochschultypen. Ob der Verlust der Exzellenz im vergangenen Jahr für den aktuellen Rückgang eine Rolle spielt, sei schwer zu messen, sagt sie und betont: "Für die deutschen Studierenden wohl nicht, junge Leute aus dem asiatischen Raum hingegen schauen da schon eher drauf".

Weniger Studierende aus Nicht-EU-Ländern

Bei den internationalen Studierenden gab es im Vergleich zum letzten Wintersemester ein Minus von knapp 100 auf jetzt 4385 Studierende (davon waren 2882 aus dem Nicht-EU-Ausland – 70 weniger als im Vorjahr). Jedoch stieg deren Zahl in den Vorjahren im Gegensatz zur Gesamtstatistik um mehr als 600. Besters-Dilger verweist darauf, dass die Einführung der Studiengebühren für Studierende aus Staaten außerhalb der EU im Jahr 2017 nicht zu einem starken Rückgang führte. An anderen Unis im Land, so die Prorektorin für Lehre und Studium, sei der Schwund deutlicher.

Mit dem Studium begonnen haben zuletzt 5314 Personen, das waren drei mehr als im Vorjahr. Damit folgt die Uni Freiburg nicht dem bundesweiten Trend, der nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zum zweiten Mal einen Anfängerrückgang an den Unis feststellte – diesmal um 3,1 Prozent. Zu den knapp 25 000 Immatrikulierten kommen im laufenden Wintersemester zum ersten Mal auch gut 1000 Studierende der Pädagogischen Hochschule (PH), die an der Uni Veranstaltungen in Lehramtsstudiengängen belegen.

Rückgang auch bei den Zahlen an PH und KH

Die PH in Littenweiler verzeichnet mit aktuell 4910 Studentinnen und Studenten knapp 200 weniger als im Vorjahr. Im Wintersemester 2018/19 war die Zahl jedoch ungewöhnlich hoch. In den fünf Jahren zuvor gab es an der PH nie mehr als 5000 Studierende.

Der Rückgang an der Katholischen Hochschule (minus 24) auf 1836 sei auch eine Folge der Umstellung von Diplom auf Bachelor, teilt Matthias Linnenschmidt mit. Zudem seien die Pflegestudiengänge derzeit trotz bester Berufsaussichten schwer zu belegen, so der Leiter des Bewerbungsbüros und Prüfungsamts.

Die Schwankungen bei den Studierendenzahlen an der Evangelischen Hochschule – derzeit 898 (minus 43) unterliegen hingegen keinem bestimmten Trend, sagt Sprecherin Barbara Hirth.

Musikhochschule kann nur elf Prozent der Bewerber nehmen

Die Musikhochschule ist mit derzeit 578 Studierenden an der Grenze angelangt, sagt Sprecher Ramon Manuel Schneeweiß. Die Zahl der Bewerbungen sei weiterhin sehr hoch, zuletzt bewarben sich 652 Interessierte, 72 erhielten einen Platz. Das sind elf Prozent.