Verhandlungs-Stop

Amtsgericht Freiburg: Lärmstörung meist im Rahmen

Anika Maldacker

Nachdem am Amtsgericht am Mittwoch eine Hauptverhandlung wegen massiven Baulärms ausgesetzt wurde, stellt das Gericht klar: In diesem Ausmaß wurde die Justiz bisher noch nicht gestört.

Nachdem am Amtsgericht am Mittwochmorgen eine Hauptverhandlung wegen massiven Baulärms ausgesetzt wurde, stellt das Gericht klar: In diesem Ausmaß sei die Justiz dort bislang nicht gestört worden. Die Arbeiten waren so laut, dass eine Kommunikation zeitweise kaum möglich war. In diesem Maße, so Lars Petersen, Richter und Sprecher am Amtsgericht, sei es bisher im Gericht am Holzmarkt noch nicht zu Störungen gekommen. Die Verhandlung wegen Vergewaltigung musste auf Februar 2022 verschoben werden.

Neubau und Sanierung sollen rasch fertig werden

Das Amtsgericht sei mit dem Amt für Vermögen und Bau, das die Bauarbeiten koordiniert, immer bemüht, Störungen des Sitzungsbetriebs möglichst gering zu halten, so Petersen. Bei einer Sanierung des gesamten Gebäudes und einem Neubau im laufenden Betrieb sei das aber nicht immer möglich. Besonders lärmintensive Arbeiten fänden in der Regel nach vorheriger Abstimmung mit der Gerichtsleitung statt und würden in einzelnen Fällen nach Absprache mit den beteiligten Firmen auf Wochenenden oder sitzungsfreie Tage verlegt. Wegen der starken Lärmbelästigung am Mittwoch, habe man entschieden, die weiteren Arbeiten zu einem anderen Zeitpunkt fortzusetzen. Allerdings, so Petersen, sei es im Interesse aller, dass der Bau und die Sanierung möglichst zügig fortschreiten sollten.

Mehr zum Thema: