Fasnet 2020

Am Wochenende ziehen 2200 Narren durch Freiburg-St. Georgen

BZ-Redaktion

Die Fasnet-Saison der Rebläuse steht 2020 unter dem Motto "Dschungel". Am Sonntag zieht der Umzug wieder durch den Freiburger Stadtteil St. Georgen – mit 90 Gruppen und 2200 Narren.

Auch in diesem Jahr bietet die Fasnet in St. Georgen wieder ein vielseitiges Programm, das ganz wesentlich geprägt wird von der Zunft der Rebläuse. Das Motto lautet diesmal: "Mach Fasnet ohne Sorgen – im Dschungel von St. Georgen". Zusammen mit den Herdermer Lalli (deren Zunftabend zum 90-Jahre-Jubiläum am Samstag, 15. Februar 2020, ausverkauft ist) und Munzingens Gigili-Geistern dürften die Rebläuse Freiburgs aktivste Stadtteil-Zunft sein. Eine Sonderstellung haben zudem die quartiersübergreifend aktiven Fasnetrufer.


Den närrischen Auftakt der Reblaus-Zunft-Saison bildet traditionell die Zunft- und Bürgerfasnet am Samstag, 8. Februar, ab 20 Uhr in der Festhalle, Schulstraße 8. Für den richtigen Ton sorgt bei dieser Fasnetsparty die Stimmungsband "Upside Down". Einlass gibt ab 19.11 Uhr und ab 18 Jahren, der Eintritt kostet 7 Euro (Vorverkauf bei Schreibwaren Remmele, Blumenstraße 36). Eine zum Motto passende Kostümierung ist erwünscht, geboten werde, so die Rebläuse, "ein dschungelfiebermässiges buntes Programm".

Danach am Sonntag, 9. Februar, wird bereits am Vormittag ab 10 Uhr für geladene Gäste die deftige närrische Ratsuppe kredenzt und dabei der "St. Jergemer Narrenpreis" verliehen. Im Anschluss beginnt ab 13 Uhr am Narrenbrunnen (Ecke Andreas-Hofer-Straße/Terlaner Straße) ein lockeres närrisches Warmspielen durch die teilnehmenden Musikgruppen für den – nach dem Rosenmontagsumzug – traditionell zweitgrößten Freiburger Umzug, der um 14 Uhr startet.

An dem beteiligen sich außer den St. Georgener Zünften und Vereinen unter anderem auch wieder die St. Georgener Kindergärten sowie zahlreiche auswärtige Gruppen. Die Anzahl der teilnehmenden Zünfte ist auf 90 Gruppen mit 2200 Narren begrenzt, um das familienfreundliche Flair zu wahren, so die Rebläuse. Mit dabei seien wieder hochkarätige "Guggen" und Musikgruppen aus Nah und Fern. Die weiteste Anreise haben der Cottbuser Karnevalsverein und die Birckhe-Bronna- Hexa aus Oberschwaben. Das tragen der Freiburger Fasnetsplakette ist erwünscht (2,50 Euro, erhältlich bei jeder Reblaus und allen BNZ-Zünftlern, auch während des Umzugs).

Die Anwohner des Umzugweges (Andreas-Hofer-Straße, Obergasse, Vorarlberger Weg) werden gebeten, ihre Autos von 13 bis 16 Uhr in den Seitenstraßen zu parken, da die Durchfahrt gesperrt ist. Nach dem Umzug gibt es wieder ein Narrendorf rund um die Festhalle. Aus Sicherheitsgründen gibt es Einlasskontrollen. Die Festhalle schließt um 17.30 Uhr, das Narrendorf hingegen ist von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist für Familien, Kinder, Hästräger (im Zunftkostüm) und sonstige Kostümierte frei.

Der Gemeinschaftsabend, den die Rebläuse auch dieses Jahr mit weiteren St. Georgener Zünften und Vereinen veranstalten, folgt am Samstag, 15. Februar, ab 19.30 Uhr in der Festhalle. Der Vorverkauf dafür fand bereits statt (BZ berichtete), Restkarten für 8 Euro und 10 Euro (je nach Platz) gibt es an der Abendkasse.

Die heiße Phase beginnt mit Kita- und Schulstürmungen

Am "Schmutzige Dunnschdig", Donnerstag, 20. Februar, stellen die Rebläuse nach dem morgendlichen Sturm einiger Kindergärten und Schulen abends um 19 Uhr am Narrenbrunnen den Narrenbaum. Danach geht es mit viel Getöse mit dem Musikverein vorneweg zur Festhalle. Dort werden von den Rebläusen für die teilnehmenden Kinder 200 Würste mit Weckle verteilt.

Zur folgenden Ausgrabungsparty laden außer den Rebläusen die Uffhuser Roller, Gässlevieh und Moordruden ein. Es gibt altersgemäße "Einlassbändel" mit Ausweiskontrolle. Einlass (ab 19.15 Uhr) haben wieder nur mit Hemdglunker (Nachthemden) oder anders närrisch verkleidete Gäste. Eintritt: 6 Euro (Vorverkauf bei Schreibwaren Remmele; Eltern mit Kindern, die die Halle bis 21 Uhr verlassen, erhalten 2 Euro zurückerstattet; Eintritt bis 16 Jahre frei). Die Moordruden veranstalten am Freitag, 21. Februar, 14 bis 17 Uhr, eine Kinderfasnet in der Festhalle. Eintritt: 2 Euro.

Am Fasnet-Samstag, 22. Februar, beginnt um 18 Uhr in der katholischen Kirche St. Peter und Paul, Bozener Straße 6, der Gottesdienst mit der gereimten Predigt von Pfarrer Wehrle; Verkleidung ist erlaubt. Am Fasnet-Sonntag, 23. Februar, beteiligen sich die Rebläuse an der Straßenfasnet in Freiburgs Innenstadt, ebenso beim Rosenmontagsumzug am 24. Februar. Am dessen Abend "schnurren" Rebläuse, Uffhauser Roller, Gässlevieh und Moordruden ab 20 Uhr mit dem Musikverein in St.Georgen durch die Gaststätten.

Und das "glückseelige Ende" der Fasnet markiert für die Rebläuse das Scheibenschlagen am Sonntag, 1. März, ab 19.30 Uhr im Rebberg (Zugang über die Straßen "Im Glaser" und Zechenweg, Eintritt frei). Ausschließlich volljährige Männer dürfen, begleitet von närrisch- witzigen Sprüchen, glühende Buchenholzscheiben Richtung Tal schlagen.