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Am Güterbahnhof eröffnet das italienische Restaurant Purino

Melanie Fix

Nach mehr als drei Jahren Renovierungen in der alten Lokhalle auf dem Freiburger Güterbahnhofareal hat nun das mediterrane Restaurant "Purino" eröffnet. Das Team serviert bekannte Gerichte aus Italien oder Eigenkreationen.

Der Standort & der Betreiber

Das Purino ist eine Kette mit zehn Filialen in Deutschland. Der Betreiber des Freiburger Purinos ist Alexander Stepanik, 44 Jahre alt. Er betreibt gleichzeitig alle vier Purinos in Baden-Württemberg. Im Jahr 2016 entdeckte er die Lokhalle in Freiburg. "Mir war sofort klar, dass dieser Ort wie gemacht ist für ein Purino", sagt Alexander Stepanik. Denn der Ort hat Geschichte: Die alte Lokhalle in der Paul-Ehrlich-Straße 5 wurde von 1903 bis 1905 erbaut und gilt heute als denkmalgeschütztes Gebäude. Auch die anderen Purino-Restaurants in Deutschland wurden in außergewöhnlichen Gebäuden untergebracht. Laut Stepanik ist das Purino nicht vergleichbar mit anderen Ketten, "denn jedes unserer Restaurants ist individuell und immer an einem Ort mit besonderer Charakteristik zu finden."

Idee & Konzept

Das Purino ist eine italienisch-mediterran geprägte Kette. Aber es gibt auch viele eigene Kreationen der Mitarbeiter, die eher untypisch italienisch sind. "Jeder darf sich einbringen", sagt Alexander Stepanik.

Die Küche besteht aus drei Bestandteilen. Alles, was selbst hergestellt werden kann, wird selber hergestellt: Wie zum Beispiel die Nudeln, die Dips, die Soßen oder die Eistees. Was nicht vor Ort selbst hergestellt werden kann, wird aus Italien bestellt, etwa Büffelmozarella, Olivenöl oder Parmakäse. Produkte, die weder selbst hergestellt werden können noch italienisch sind, werden nur aus der hiesigen Region eingekauft: der Kaffee kommt aus Karlsruhe, die Säfte vom Bodensee, das Fleisch von Höfen aus Baden-Württemberg, die Eier vom Geflügelhof Zapf.

Außerdem legt der Purino-Betreiber viel Wert auf Familien und Kinder. Deshalb sind die Gerichte für Kinder bis zu sechs Jahren kostenlos, sofern ein Erwachsener dabei ist, der ein Hauptgericht bestellt. Für die Mitarbeiter ist der Umgang miteinander und mit den Gästen sehr bedeutsam – als Gast soll man das Gefühl haben, Freunde zu besuchen. Einen Ruhetag gibt es nicht. Das Purino hat von Montag bis Donnerstag und Sonntag von 11.30 bis 22 Uhr geöffnet, Freitag und Samstag von 11.30 bis 0 Uhr.

Das Ambiente

Das Purino in der alten Lokhalle ist in mehrere Bereiche unterteilt. Auf der linken Seite des Eingangs gibt es einen großen Restaurantraum, der mit blauen und lila Sofas ausgestattet ist. Geht man vom Eingang den Gang rechts entlang, findet man sich vor einem Kirschblütenbaum wieder, der diesen Bereich des Restaurants mit Farbe füllt. Die Atmosphäre ist gemütlich, das Design und die Einrichtung gehen in Richtung Vintage. "Wir wollten eine Mischung aus modern und kultig", so Alexander Stepanik. Die Wände der Lokhalle wurden so belassen wie sie waren, man wollte den Ort nicht verändern, sondern sich in dessen Atmosphäre einfügen. Im Innenbereich gibt es 254 Sitzplätze, der Außenbereich, der im Sommer eine eigene Theke bekommen soll, verfügt über 270 Sitzplätze.

Speisen, Preise & Getränke

Das Essensangebot ist breit gefächert. Es gibt verschiedene Vorspeisen, zumeist italienischer Art, zum Beispiel Bruschetta oder "Mezze" – ein Teller, der mit gemischten Vorspeisen belegt ist. Auch verschiedene Salate und Bowls findet man auf der Karte. Aber auch bei den Hauptspeisen gibt es einiges an Auswahl: Die unterschiedlichsten Pizzen (12 bis 16 Euro) stehen zur Wahl. Zu jedem Pastagericht kann man zwischen neun verschiedenen Nudelsorten wählen, auch eine vegane Nudelsorte ist dabei. Außerdem gibt es Veggie-Hähnchen und veganen Käse. Auch unterschiedliche Ravioligerichte kann man wählen. Fleischliebhaber kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Allerdings achtet der Betreiber auf die Herkunft des Fleisches, was am Preis zu erkennen ist (etwa 29 Euro). Die Fleischkarte ist freiburg-spezifisch, in anderen Purinos gibt es diese nicht.

Nicht zu vergessen sind die selbstgemachten Desserts wie Tiramisu, Pfannkuchen oder Pannacotta. Zudem gibt es Cocktails, was für ein Restaurant untypisch ist. Aber Alexander Stepanik sagt: "Wir möchten auch nicht typisch sein." Außerdem gibt es eine saisonal angepasste Monatskarte, die alle sechs bis acht Wochen verändert wird. Um Müll und Verschwendung gering zu halten, wird darauf geachtet, verschiedene Zutaten auf mehrere Gerichte übertragen zu können. Preislich befindet sich das Purino im Durchschnitt, denn auch "Normalverdiener" sollen sich einen Besuch leisten können, so der Betreiber.

Adresse:
Paul-Ehrlich-Straße 5

79106 Freiburg im Breisgau