Second-Hand-Laden

Am Bermuda-Dreieck hat das dritte Little Tibet Vintage eröffnet

Leonie Wiestler

Auch nach der vierten Ladeneröffnung und dem mittlerweile dritten laufenden Geschäft Little Tibet Vintage, hat sich das Konzept des jungen Geschäftsinhabers Dorjee Zaering nicht verändert. Es soll ein Ort zum Wohlfühlen sein, an dem jeder sich wie zuhause fühlt.

Zu seiner Person

Der 24-jährige Dorjee Zaering, von allen aber nur Phu genannt, ist durch seine mittlerweile drei laufenden Geschäfte, in ganz Freiburg ganz besonders bei Studenten bekannt. Einen kleinen Bekanntheitsgrad hat er auch durch fudder erhalten, wie er glücklich erzählt. Er sei aber trotzdem sehr bodenständig und möchte von allen vielmehr als Freund wahrgenommen werden. Dieser Eindruck bestätigte sich, als ein vorbeilaufender Kunde ihn grüßt und sich glücklich über ein erworbenes Stück bedankt. Auch gegenüber seinen Angestellten möchte Phu dieses Gefühl vermitteln. "Bei uns gibt es keinen Chef, wir sind alle eine Freundesgruppe, die eine Message überbringen möchten."

Das Little Tibet 2

Phu eröffnete seinen ersten Second-Hand-Laden in der Basler Straße, das Little Tibet Vintage. Schon bald gab es den zweiten Store das Second Culture Vintage in der Schnewlinstraße, dicht gefolgt von der Neueröffnung seines Pop-up-Stores im Barroq. Dieser ist mittlerweile wieder geschlossen.

Sein neues Geschäft in der Universitätsstraße hat seit etwa drei Wochen geöffnet, wie lange es dortbleiben soll, weiß er noch nicht. Genau wie alle seine Second-Hand-Läden soll auch dieser nach der gleichen Vorstellung wie die anderen laufen. Die Mode bleibt gleich, vielfältig und bunt, von allem eben etwas dabei. Die Klamotten bekommt er aus aller Welt, die Qualität ist dabei nicht zu unterschätzen, einige Marken wie Gucci oder Valentino befinden sich darunter. Aufgrund des Standorts bietet er in seinem neuen Geschäft auch viel "stadttypische" Kleidung an. Dazu gehören Hemden und Blazer aus guter Baumwolle oder Leinen in Farben wie zum Beispiel beige oder weiß. Das komme sehr gut an und seine Kundschaft sei dadurch noch viel vielfältiger geworden. Doch auch seine Stammkunden beehren ihn, teilweise in allen drei Geschäften.



Der steigende Kundenandrang wirke sich auch auf die benachbarten Geschäfte aus."Es kommen jetzt viele junge Leute in die Gegend und gehen nach dem Einkaufen noch einen Kaffee trinken oder lassen sich eine neue Frisur verpassen", sagt Phu. Aber auch im Little Tibet Vintage gibt es eine kleine Ecke zum Verschnaufen zwischen den vollen Kleiderstangen gefüllt mit bunter Kleidung. Von außen kann man die tibetischen Flaggen bewundern, die ein Markenzeichen all seiner Läden sind. Im Inneren des Second-Hand-Stores ist alles, trotz der bunten Vielfalt, farblich geordnet, es gibt sogar eine Ecke mit allerlei an Jeansstoffen, die der Laden zu bieten hat.

Das Konzept bleibt

Eine Message überbringen – darum geht es Phu viel mehr als um Profit. Er verdiene gut, mehr als er je hätte glauben können, sagt er, aber das war nie sein Ziel. Er möchte den Leuten einen Ort geben, den sie gerne besuchen, an dem sie sich wohlfühlen, eben wie im eigenen Wohnzimmer. "Jeder soll respektiert werden, ganz egal, wie er ist", betont er. Mode sei für ihn vielfältig und verschieden, nicht, dass alle das Gleiche tragen. Das gefalle ihm so gut an Freiburg, die Vielfältigkeit der Leute und ihre Bereitschaft gegenüber Neuem und Anderem.

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