BZ-Dashboard

Aktuelle Daten zum Coronavirus in Baden-Württemberg, Deutschland und der Welt

Konstantin Görlich

Wie ist die Corona-Inzidenz heute in Freiburg, Lörrach, Emmendingen, der Ortenau und überall in Baden-Württemberg? Wie belastet sind Intensivstationen? Das BZ-Dashboard zeigt täglich aktuelle Zahlen.

Impftermine in Südbaden: BZ-Impfkalender






Sie wollen kein tägliches Update der Corona-Zahlen mehr verpassen? Dann folgen Sie jetzt unserem neuen @BZDashbot auf Twitter!
















Aktuell stellen wir die Impfdatendarstellung für Baden-Württemberg in mehreren Schritten auf das Robert-Koch-Institut als Datenquelle um. Dadurch kann es vorübergehend zu Abweichungen zu noch nicht umgestellten Grafiken kommen, denn einerseits werden bei diesem Schritt in geringem Ausmaß Nachmeldungen auf historischen Werten hinzugefügt. Andererseits – und das ist der sichtbarere Unterschied – werden mit der Einführung der Drittimpfungen Personen, die das nur eine Dosis erfordernde Vakzin von Johnson & Johnson (und seither keine weitere Impfung) erhalten haben, ausschließlich als mindestens ein Mal Geimpfte geführt. In älteren Darstellungen sind sie in den Zahlen für Zweitgeimpfte (alte Bezeichnung: vollständig Geimpfte) enthalten, da sie lange als vollständig geimpft gegolten haben. Bei den Impffortschrittsdaten weiter unten verwenden wir entsprechend die Bezeichnungen für begonnene und vollständige Impfserien.




Die Wirkung der Impfungen ist ein Hauptgrund für die unterschiedliche Verteilung der Neuinfektionen auf die verschiedenen Altersgruppen im Land, wie das folgende neue Kartenpaket zeigt. Möglich ist das durch RKI-Daten, die Datenanalyst Sebastian Mohr aufbereitet und veröffentlicht hat. Seine Visualisierung zeigt auch die Daten für die Landkreise in ganz Deutschland.


































Häufig gestellte Fragen

Wie hängen Inzidenz und Intensivfälle zusammen?

Zwischen der Intensivbelegung mit Covid-Patienten und der Fallzahl besteht ein direkter Zusammenhang: Mehr Infektionen führen zu mehr Intensivfällen. Allerdings treten diese zeitlich verzögert auf, da zwischen bestätigter Diagnose und dem etwaigen Eintritt intensivpflichtiger Symptome einige Zeit vergeht. Geimpfte machen derzeit nur einige wenige Fälle unter den Intensivpatienten aus, fast alle sind Ungeimpft. Da inzwischen viele Menschen geimpft sind, müssen mehr Fälle als früher auftreten, um frühere Intensivbelegungszahlen zu erreichen. Eine Entkopplung ist das aber nicht, sondern lediglich eine weitere Verzögerung. Es handelt sich dabei um eine Eigenheit des exponentiellen Wachstums. Nach einer BZ-Berechnung beträgt sie derzeit gut eine Woche. Auch das Landesgesundheitsamt rechnet mit weiter steigenden Intensivzahlen und erwartet bis zu 200 Patienten für Ende August 2021.

Was ist die 7-Tage-Inzidenz?

Sie zeigt, wie viele neue Menschen in einem Landkreis in den jeweils vorausgegangenen 7 Tagen positiv getestet wurden. Damit die Kreise untereinander vergleichbar sind, wird dieser Wert auf 100.000 Einwohner heruntergerechnet. Würde man das nicht tun, hätten Landkreise mit großer Einwohnerzahl wahrscheinlich einen höheren Wert als Landkreise mit wenigen Einwohnern. Allerdings sind die Kreise trotzdem noch unterschiedlich strukturiert und verwaltet, sodass ihre Werte nicht bis ins Detail verglichen werden können.

Warum sind die Zahlen der Landratsämter höher als die des Landesgesundheitsamts?

Wir zeigen die Werte, die das Landesgesundheitsamt täglich meldet – denn sie sind der verbindliche Maßstab für etwaige Maßnahmen. Doch auch die Landratsämter melden eigene Werte und auch eigene 7-Tage-Inzidenzen. Diese liegen meist höher als die Meldungen vom Land – nach einer BZ-Auswertung meist zwischen 5 und 7, aber auch bis zu 12. Das liegt daran, dass das Land in seiner Berechnung nachträgliche Korrekturen mit einbezieht, die Kreise aber ihre eigenen Meldungen unverändert einrechnen. Zudem enthalten zumindest die Fallzahlen der Landkreise nicht nur positive PCR- sondern auch Antigentest-Ergebnisse, was nicht der Referenzdefinition entspricht. Die Landeszahlen hingegen entsprechen dieser.
Ein Beispiel: Hat ein Kreis vor 7 Tagen also 50 Fälle gemeldet, gehen diese 50 Fälle heute voll in die Berechnung ein. Hat das Land in diesen 7 Tagen aber inzwischen festgestellt, dass 30 dieser 50 Fälle länger zurückliegen oder woanders zuzuordnen sind, gehen nur noch 20 in die Berechnung ein. Der Wert ist realistischer – und immer geringer.

Weitere Informationen zu abweichenden Zahlen der Kreise, zur Meldeverzögerung und weiteren Aspekten der Daten des Landesamtes gibt es in den FAQ des Ministeriums.

Wann gilt jemand in den Statistiken als genesen?

Genesen bedeutet in diesem Zusammenhang nicht zwangsläufig gesund, sondern für die Pandemie nicht mehr relevant weil höchstwahrscheinlich nicht mehr infektiös oder in Quarantäne. Inzwischen ist bekannt, dass die Krankheit Covid-19 viele Wochen und Monate andauern und auch Folgeschäden hinterlassen kann. (Vor dem 8. April 2020 sind die Zahlen statistisch überproportional stark gestiegen. Das ist damit zu erklären, dass das Landesgesundheitsamt erst seit diesem Tag die Zahl der offiziell Genesenen nach einer verlässlichen Methode berechnet.)

Konzept: Joshua Kocher und Konstantin Görlich

Mitarbeit: Valentin Heneka, Annika Vogelbacher und Carolin Buchheim