Aktivisten besetzen ehemaliges Jugendzentrum Z

Fabian, Carolin Buchheim & David Weigend

Heute Nacht hat sich eine Gruppe von rund 20 Jugendlichen Zugang zur Unterführung am Siegesdenkmal verschafft und das ehemalige Jugendzentrum Z besetzt. Die Besetzer haben ein Ultimatum bekommen: bis 12.30 Uhr müssen sie die Räume auf Anordnung von Kulturbürgermeister von Kirchbach, der das Hausrecht hat, verlassen. [Update: 13 Uhr: Die Aktivisten haben die Besetzung friedlich beendet, jetzt mit Video]



[13:06] Die Besetzung ist beendet. Die Aktivisten haben das Z verlassen, die Räumlichkeiten sind wieder verschlossen. "Den Besetzern droht keine Strafverfolgung, weil sie sich an die Vereinbarung gehalten haben", sagte Ulrich von Kirchbach. [Wir berichten nach.]

[12:43] Die Frist zur Räumung ist seit einer knappen Viertelstunde abgelaufen, und die meisten Besetzer haben das ehemalige Z verlassen. Ein halbes Dutzend Jugendliche befindet sich noch in den Räumlichkeiten. Sie sitzen auf Sofas und spielen "Keine Macht für Niemand" auf der Gitarre.

[12:17] Mehr Infos bei den Kollegen der Badischen Zeitung: Linke besetzen das ehemalige Jugendzentrum Z

Die Besetzer bloggen auf Epsilon - Initiative für ein selbstverwaltetes und unkommerzielles Jugendzentrum und twittern unter @__epsilon

[11:30]
Es geht ruhig zu, am Eingang des ehemaligen Jugendzentrums Z. Ein paar Jugendliche sitzen oberhalb der Treppe und unterhalten sich, ein Typ mit Bart und Brille spielt Gitarre. Unten in den Räumen herrscht schon mehr Betriebsamkeit.

Das Chaos, das in den vergangenen Monaten in den Räumen des Z geherrscht hat, ist noch immer sichtbar, aber die Besetzer haben die ganze Nacht aufgeräumt. Auf einmal heißt es, alle Nicht-Besetzer müssen jetzt  die Unterführung verlassen, die Aktivisten würden jetzt im Plenum das weiter Vorgehen beraten. Auch Kulturbürgermeister von Kirchbach und Bend Binninger, Jugendsachbearbeiter vom Polizeirevier Nord sind vor Ort. Während Kirchbach mit der Presse spricht, verhandeln die Polizisten mit den Jugendlichen.

Dann sickert auch die Information von einem Ultimatum durch: bis 12:30 Uhr sollen die Jugendlichen das Z räumen. "Wir bleiben jetzt erst einmal hier vor der Tür stehender, um zu verhindern, dass noch mehr Menschen in die Unterführung kommen, was ein etwaige Räumung zu einem späteren Zeitpunkt erschweren würde", sagt Bernd Binninger von der Polizei. Als sich das Plenum drinnen kurz zerschlägt ergibt sich die Gelegenheit mit einem der Aktivisten zu sprechen, der zum Beispiel Flo heißen könnte. Er erzählt, dass die Gruppe von etwa 20 minderjährigen Schülern, die sich "epsilon" nennt, seit der Nacht in den Räumen ist.

Wie sie hereingekommen sind, ist der Polizei zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt: "Die Tür hat offen gestanden", sagt Flo. Die Gruppe wolle mit ihrer Aktion ein Zeichen setzten und für ein selbstverwaltetes Jugenzentrum in der alten Unterführung eintreten. Dabei sollen alle Gruppen von Künstlern und Jugendlichen gleichermaßen eingebunden werden. Die Kooperation mit der Stadt ist ausdrücklich erwünscht, man wolle jedoch nicht, dass wieder einzelne Personen über das Z bestimmen dürfen und sich eine Veruntreuung wiederholt.

Video: Artik und von Kirchbach äußern sich



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