Besetztes Haus in Freiburg

Abbruch der G19 in der Gartenstraße hat begonnen

BZ-Redaktion

Der schon länger angekündigte Abbruch des einst besetzten Häuschens G19 in der Freiburger Altstadt hat am Montagmorgen begonnen. Die Polizei hat die Gartenstraße für den Verkehr gesperrt.

In der Frühe rollte der Abrissbagger und die Abrissmannschaft an. Der Abbruch des Häuschens in der Gartenstraße läuft. Der Besitzer hatte eine Genehmigung für die Arbeiten erhalten, die schon längere Zeit angekündigt waren. Die Polizei hat am Morgen über den Beginn des Abrisses informiert, der von der Polizei abgesichert wird. Der Zugang zur Gartenstraße sei derzeit sowohl für Verkehrsteilnehmer als auch für Fußgänger nur eingeschränkt möglich, heißt es.

Das Haus und das zugehörige Hinterhaus waren seit dem April 2010 bis zum Mai dieses Jahres besetzt – mit Duldung des Besitzers. Als er diese Duldung beendete, hatten die Nutzerinnen und Nutzer vor knapp einem halben Jahr die beiden Gebäude verlassen – wenn auch nur unter Protest. Es gab vor Ort danach mehrere Kundgebungen. Am Montagmorgen blieb zunächst alles ruhig.

Auf dem Areal ist ein Mehrfamilienhaus geplant

Die G19 war über die Jahre von verschiedenen Gruppen mit verschiedenen Konzepten als Treffpunkt genutzt werden. Das Haus verfügt über keinen Wasser- und keinen Stromanschluss.

Der Eigentümer, der in Nordrhein-Westfalen lebt, sagte im Mai der Badischen Zeitung, dass er den Neubau eines Mehrfamilienhauses plane, der "in enger Abstimmung mit der Stadt Freiburg erfolgen soll". Das solle möglichst bald erfolgen, "eine Brachfläche ist nicht geplant und nicht gewünscht", so seine Aussage. Über die Genehmigungsfähigkeit eines möglichen Bauprojekts gibt es einen mehrjährigen Rechtsstreit.

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