Adventszeit

9 Tipps zum Shoppen, Staunen und Spielen auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt

BZ-Redaktion

Von Vogelbeergeist bis Vesperbrettle: Auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt gibt’s viel zu sehen. Hier sind 9 Tipps – handverlesen von der Freiburger BZ-Redaktion.

Super Model

Wer genug hat von von den immergleichen Herz- und Weihnachtsbaumformen, der kann bei "Emmas Springerle", einem schwäbischen Betrieb, Model mit ausgefallenen Plätzchenmotiven kaufen. Vom Schneemann über klassische Motive wie Schneeflocken oder Tannenbäume bis hin zu biblischen Geschichten oder Tiermotiven, sogar das Münster kann man auf die Plätzchen drücken. Und für all die, die in der Weihnachtszeit aufs Backen lieber verzichten, gibt es schon fertige Plätzchen und Springerle zu kaufen.
Wo: am Kartoffelmarkt
Wer: http://www.springerle.net
Preise: 18,50 bis 98 Euro

Schöner schreiben

Mit dem Stand auf dem Weihnachtsmarkt kehrt "Pultkult" jedes Jahr zu seinen Anfängen zurück. Denn das Fachgeschäft rund um die Kunst des schönen Schreibens in der Augustinergasse ist seit 2015 präsent, der Weihnachtsmarkt-Stand auf dem Rathausplatz aber schon seit 2001. Hier gibt’s, was Kalligraphie ausmacht: Schreibtinten von der Basler Firma Abraxas zum Beispiel – darunter Geheimtinte, die verschwindet und erhitzt wieder auftaucht –, handgeschöpftes Papier mit Blütenblättern, bildschöne Federkiele. Nett auch die Siegelstempel mit verschiedenen Motiven, dazu passen Abraxas-Siegellacke in verschiedenen Farben. Wem der Kleber ausgeht, kann seine Briefe damit versiegeln – stilvoll ist das auf jeden Fall.
Wo: Rathausplatz, am Dominikanerkonvent
Wer: http://www.pultkult.de
Preise: Siegel 12,50 Euro, Siegellack 5,90/11,90 Euro

Eierlikör mit Himbeergeschmack

Von wegen Glühwein: Die Schwarzwälder Brennerei Wild bietet ausgewählte Liköre und Edelbrände aus der Region an. In der Turmstraße kann man sich durch die Vielfalt des Schwarzwälder Traditionsunternehmens probieren. Eierlikör mit Himbeer- oder Bratapfelgeschmack! Brände wie "Kirsch-Vanille-Gold" oder "Vogelbeergeist"! Die Qualität überzeugte eine Jury, die die Brennerei im vergangenen Jahr zum Gewinner der "weltgrößten Edelbrandprämierung" kürte. Die Herstellung der Brände liegt seit über 100 Jahren in Familienhand, das Obst kommt aus Eigenanbau.
Wo: Turmstraße/Ecke Rotteckring
Wer: http://www.wild-brennerei.de
Preise: 0,7 Liter Eierlikör 13,50 Euro / Brände 19,50 Euro


Worte aus Waggons

Eine ganze Zugladung aus kleinen Holzwagons ergießt sich über die Theke am Stand von Claudia Lorentz; von Hand wurden die Buchstaben für die Waggons in China gefräst. So lässt sich zum Beispiel für knappe 11 Euro das Wort "Lichterkette" erwerben. Recyceln lässt es sich noch zu "Teelicht" oder mit viel gutem Willen zu "Rettich". Namenszüge sind beliebter. Die noch kahlen Holzwagen fordern zu einer interaktiven Verschönerungsaktion auf, Acrylfarben oder Glitzerstaub geben dem Geschenk den persönlichen Touch. Ein generationsübergreifendes Spielzeug mit Lernfaktor.
Wo: Rathausplatz / Ecke St. Martinskirche
Wer: claudialorentz@aol.de
Preise: 90 Cent pro Waggon

Schraubenmännchen

Seit knapp 20 Jahren ist er dabei und damit ein Urgestein des Weihnachtsmarkts: der Stand von Peter Tritschler. Seine Metallfiguren erfreuen auch über die Weihnachtszeit hinaus, etwa als Klorollenhalter. Die "Schraubenmännchen" bestehen aus Baustahl und werden in einer Schlosserei in Polen hergestellt. Durch Handarbeit in Serienfertigung entstehen so lebendig anmutende Mannequins. Sie stellen Berufe oder Hobbys nach – vom Radler über einen Pianospieler bis hin zum Kanufahrer. Der Klarlack hindert am Rosten, sodass die Figuren den eisigen Temperaturen auf dem Weihnachtsmarkt mühelos standhalten – während der Standhalter bibbert.
Wo: Rathausplatz / Ecke Universitätsstraße
Wer: tritschler.peter@googlemail.com
Preise: zwischen 29 und 59 Euro

Schön und nützlich

Ebenso nützlich wie dekorativ, so formschön wie haltbar sind fast alle Dinge am Stand des Schreinermeisters Raphael Pozsgai aus Heitersheim. Vorzeigeobjekt ist der Hocker Angus, der vor sechs Jahren mit dem, Achtung, "Reddot Design Award" prämiert wurde. Auf dem Weihnachtsmarkt präsentiert die Edel-Schreinerei eher kleine Dinge: Korkenzieher mit mit eingebranntem Münster, magnetische Filzuntersetzer, dekorative Püppchen namens "Schwarzwaldfee". Sehr schön auch die Vesperbrettle mit Tierspuren und Unterhaltungspotenzial: Wer erkennt die Abdrücke von Reh, Wildschwein, Auerhahn oder Luchs?
Wo? Rathausplatz, am Dominikanerkonvent
Wer? http://www.pozsgai.de
Preise: Hocker Angus 280 Euro, Filzuntersetzer 5 Euro

Ein Spaß für Klein und Groß

Für viele Freiburger Familien ist es alle Jahre wieder Tradition: das Kerzenziehen auf dem Weihnachtsmarkt. Die Kinder bekommen weiße, bereits fertige Kerzen und können diese durch das Tauchen in verschiedenfarbiges Wachs verschönern. Außerdem kann man auch seine ganz persönliche Honigwachskerze herstellen. Hierbei bekommt man nur einen Docht und tunkt diesen in das flüssige Wachs. Die Kerzen können direkt am Stand getrocknet und später abgeholt werden. Neben den Angeboten zum Selbermachen gibts auch ein vielfältiges Angebot an bereits hergestellten Kerzen.
Wo: am Ende der Franziskanerstraße
Wer: http://www.kerzenwerkstatt.de
Preise: Kerzenziehen ab 2,20 Euro; Preise für fertige Kerzen variieren

Für den Hunger zwischendurch

Wer mal etwas anderes als Bratwurst probieren will, dem seien die Baumstriezel empfohlen, die ursprünglich aus Ungarn kommen. Ein mit Zimt verfeinerter Hefeteig wird gebacken und anschließend in verschiedenen Garnituren gerollt. Der Stand ist seit vier Jahren auf dem Weihnachtsmarkt vertreten und wird extra für Mittelalter- und Weihnachtsmärkte von einem Restaurant aus Bad Sooden-Allendorf nahe Kassel betrieben. Die Besonderheit: Der Teig wird an einem Holz aufgerollt und über Feuer gebacken. So wirds außen extra kross und besonders lecker – obwohl es seltsam aussieht.
Wo: am Ende der Franziskanerstraße
Preis: 6 Euro pro Striezel

Clever und handlich

Hier wird gerätselt und geflucht, man wundert sich und schüttelt den Kopf. Ist der Ehrgeiz einmal geweckt, kann ein Besuch am Stand von Stefani Rottmüller einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Geduldspiele aus Holz und Metall werden von Handwerkern aus Deutschland hergestellt. Meist geht es darum, zwei zusammenhängende Figuren voneinander zu lösen. Klingt einfach, sorgt aber für rauchende Köpfe. Um die Frustrationstoleranz nicht allzu sehr auf die Probe zu stellen, sind die Spiele mit verschiedenfarbigen Punkten gekennzeichnet. Grün bedeutet "gut zu lösen", rot "fast unmöglich". Eine clevere und witzige Methode, die Geduld der Familienmitglieder und Freunde auf die Probe zu stellen.
Wo: in der Franziskanerstraße
Wer: http://www.knifflix.de
Preise: zwischen 2,50 und 139 Euro

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