Das kotzt mich an

9 Dinge, die einen Fitnesstrainer in den Wahnsinn treiben

fudder-Redaktion

Menschen gehen in ein Fitnessstudio, um an sich selbst zu arbeiten. Dabei vergessen sie oft, Rücksicht auf andere zu nehmen. Unhöfliche Kunden, die Unordnung, fehlende Motivation und vieles mehr – diese 9 Dinge treiben einen Fitnesstrainer in den Wahnsinn.



1. Die Unordnung

Es kann doch echt nicht so schwer sein, eine Hantel, nachdem man sie benutzt hat, wieder an ihren Platz zu legen. Überall liegen Griffe und Gewichte auf dem Boden oder Langhanteln liegen meterweit von ihrem eigentlichen Platz entfernt. Wenn du zu schwach bist, die Gewichte wieder zurückzulegen, dann lass sie gleich liegen oder frag die starken Männer und Frauen an der Theke – die helfen dir gerne.

2. Ich bin nicht die Firma

Ich bin ein einfacher Mitarbeiter, mir gehört diese Institution nicht. Falls du etwas am Preis auszusetzen hast oder wenn ein Schrank oder ein Gerät kaputt sind, leite ich das gerne an die Verantwortlichen weiter. Aber motz’ mich bitte nächste Woche nicht an, falls sich noch keiner darum gekümmert hat. Ich bin nicht für alles zuständig.

3. Das System spinnt

In den meisten modernen Fitnessstudios muss man sich mit einem Chip, Band oder was auch immer, anmelden, um trainieren zu dürfen und die Schränke benutzen zu können. Hin und wieder kann es sein, dass das System mal einen schlechten Tag hat und das Eincheck-Terminal spinnt. Hier gilt wieder das Gleiche wie vorhin: Eine externe Firma ist meist für den Technickkram verantwortlich, ich bin nicht Schuld dass es nicht geht und ich kann auch nichts dagegen machen, du musst mir keinen bösen Blick zuwerfen.

4. Manche ältere Kunden meinen, sie wüssten alles besser

Ich glaube ihnen, dass sie schon seit sieben Jahren in dieses Studio gehen und mit ihren 60 Jahren um einiges mehr Lebenserfahrung als ich als U-20-Jähriger haben, trotzdem müssen sie mir nicht erzählen, wie ich meinen Job machen muss. Ich kenne meine Aufgaben. Man kann immer etwas dazulernen, das steht außer Frage. Wenn sie aber meinen, sie können es besser, dann sollten sie sich doch bewerben.

5. Ältere Kunden beobachten dich

Nicht nur, dass manche denken, alles besser zu können, sie kontrollieren dich auch noch. Das liegt wohl daran, dass ich noch etwas jünger aussehe und sie in mir ihr verlorenes Enkelkind sehen. Das geht aber soweit, dass mich manche Kunden beobachten, während sie gerade eine Übung an einem Gerät "ausführen". Dabei verdrehen sie ihren Kopf mit Blick auf mich gerichtet und konzentrieren sich gar nicht auf die Übung.

6. Die eine Lösung für alle Probleme

Die Leute wollen abnehmen, gleichzeitig noch Muskeln aufbauen, sich keine Gedanken über das Training oder Essen machen, einen dicken Po oder einen großen Bizeps, das alles ohne sich anzustrengen und am besten bis nächste Woche. Leute kommen zu einem Trainer mit einem bestimmten Ziel. Ein Trainer kann dich dabei unterstützen und dir sagen, wie du dieses Ziel erreichen kannst. Aber nur, wenn du auch etwas dafür tust. Es gibt nicht die eine Pille als Lösung für all deine Probleme.

7. Übungsausführung

Ich weiß nicht, was du trainieren willst, aber deinen Rücken trainierst du so ganz sicher nicht. Bei den meisten Kunden frage ich mich, warum sie diese Übung machen, ich glaube, sie wissen es selbst nicht. Oft packen sie viel zu viel Gewicht auf die Stange/Gerät und trainieren damit nur ihr Ego. Deinen Muskel interessiert es nicht, wie viel Gewicht auf der Stange ist. Wenn deine Technik scheiße ist, wird dein Muskel schlecht oder gar nicht beansprucht.

8. Trainingsplan ohne Plan

Du gibst dir Mühe, erstellst Kunden einen Trainingsplan, der an ihre Ziele angepasst ist, in ihren Alltag passt, zeigst ihnen die richtige Übungsausführung – nach einer Woche halten sie sich nicht mehr daran. Entweder, die Technik wird von Mal zu Mal schlechter oder sie verfolgen deinen Plan erst gar nicht. Jeder soll doch machen was er will, aber wenn der Kunde sich extra an mich wendet und ich meine Zeit aufopfere, dann soll er doch bitte das machen, was man ihm sagt.

9. Besetzt nicht die Geräte

Das hat nichts mit meinem Arbeitsalltag direkt zu tun, aber natürlich bin ich selbst auch ein Fitnessstudiobesucher. Wenn du gerade eine Satzpause machst, sitz’ nicht rum und starr’ Löcher in die Luft, sondern mach Platz für andere, damit sie das Gerät nutzen können. Ich habe ja noch ein bisschen Verständnis dafür, wenn du der einzige bist, der dieses Gerät gerade nutzen will. Aber wenn dich jemand explizit fragt, ob man sich abwechseln kann und du sagst, du machst "nur noch" drei Sätze, ist das einfach nur unverschämt. Du bist nicht der einzige im Studio.

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