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8 Low-Waste-Alternativen, mit denen du Geld sparst

Enya Steinbrecher

Er ist überall – Müll. Egal, ob Plastik-, Papiermüll oder Essensreste. Doch die Ressourcen sind endlich und wir sollten Müll vermeiden. Wie lässt sich dabei noch Geld sparen? Sieben Möglichkeiten, der Erde und dem Geldbeutel Gutes zu tun.

1. Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie

Vorbei sind die Zeiten, in denen Schüsseln und Schalen mit Frischhaltefolie abgedeckt wurden. Bienenwachstücher sind eine Alternative, die man für wenige Euro in der Drogerie kaufen kann. Wer etwas Zeit mitbringt, findet im Selbermachen eine noch billigere Möglichkeit, für die nur ein paar Stoffreste sowie etwas Bienenwachs benötigt werden. Mit den Händen angewärmt lassen sich mit den Tüchern flexibel nicht nur belegte Brote einpacken, sondern auch Essensreste abdecken. Danach einfach kalt abwaschen und wiederverwerten. Aber Achtung: Aus hygienischen Gründen sollte damit kein rohes Fleisch verpackt werden.

2. Seifenblöcke statt Duschgel oder Flüssigseife

Egal, ob beim Duschen oder beim Händewaschen – der Griff zur Flüssigseife oder dem Duschgel hat sich bei vielen eingebürgert. Dabei vergessen wir oft, dass das noch vor einigen Jahrzehnten längst nicht Standard war. Die gute, alte Stückseife – egal ob für den Körper unter der Dusche oder für die Hände – wird heute oft vergessen. Sogar für die Haare gibt es sie inzwischen am Stück. Dabei ist nicht nur die Dosierung deutlich einfacher, sodass sie auch länger hält, sie ist auch noch viel billiger, da ihre Inhaltsstoffe komprimierter sind und nicht mit Wasser verdünnt. Das spart nicht nur Geld beim Kauf, sondern auch jede Menge CO2 beim Transport. Auch auf Plastikmüll verzichtet das Seifenstück – verpackt ist es häufig in einem einfachen Karton. Auch gut: Putzmittel, Spülmittel und andere Haushaltsprodukte, die in Hartplastik verkauft werden, kann man oft mit Nachfüllpacks wieder befüllen. Die kosten oft weniger und sind in weniger Plastik verpackt.

3. Stofftasche statt Plastiktüte

Die Einkaufstüte im Laden ist schon seit einigen Jahren kostenpflichtig. Zwar hat das dazu geführt, dass der Verbrauch deutlich zurückgegangen ist, trotzdem greifen viele aus Gewohnheit noch immer zur Plastiktüte an der Kasse. Wer etwas strukturierter an den Einkauf geht, kann dies vermeiden und damit auf lange Sicht ebenfalls Geld sparen: Abhilfe schaffen Stofftaschen. Diese können an wichtigen Stellen platziert werden – In der Handtasche, an der Garderobe, im Auto oder auch im Fahrradkorb. Wer nicht extra eine Stofftasche kaufen möchte, kann auch einfach daran denken, die bereits erworbene Plastiktüte beim nächsten Einkauf wieder mitzubringen.

4. Elektronik-Artikel nicht neu kaufen

Elektronik-Artikel sind oft teuer und voller wertvoller Ressourcen. Was viele nicht wissen: Im Netz gibt es zahlreiche Seiten, die gebrauchte Artikel generalüberholt günstiger verkaufen, als zum Neupreis. Viele davon mit Garantie. Wichtig ist, genau hinzuschauen, um bei einem seriösen Anbieter einzukaufen. Oft sehen die Artikel aber aus wie neu, und kosten ein paar Hundert Euro weniger.

5. Glasflaschen und -strohhalme statt Plastik

Wie oft greifen wir inzwischen aus Gewohnheit zu Plastikflaschen? Dabei gibt es viele Getränke auch im Glas. Und die sind deutlich umwelt- und ressourcenschonender als Plastik. Noch besser: Wasser nur aus eigenen, wiederverwertbaren Trinkflaschen konsumieren. Oder auf den Wassersprudler umsteigen, falls ihr das Prickeln braucht. Über den Sinn von Strohhalmen allgemein lässt sich streiten. Wer aber nicht darauf verzichten will, seinen Cocktail zu Hause durch einen Strohhalm zu genießen, der kann auf Glasstrohhalme umsteigen. Bis sich diese Freude einstellt, dauert es zwar etwas länger, denn die Glasstrohhalme sind im Einkauf verglichen mit der Plastikalternative recht teuer, wer sie aber gerne nutzt, wird einen Unterschied bemerken.

6. Menstruationstasse oder Periodenslip statt Tampons und Binden

Nicht unbedingt für jeden etwas ist die Menstruationstasse. Die unter uns, die ihre Periode haben, und sich mit der nachhaltigen Seite beschäftigen, kommen um das Thema aber kaum herum. Gleichzeitig ist die Tasse eine der einfachsten Möglichkeiten, schnell viel Geld zu sparen. Auf die Jahre gerechnet gibt eine menstruierende Person nämlich ein kleines Vermögen für Periodenprodukte aus. Die Menstruationstasse hingegen gibt es schon für einen kleinen, zweistelligen Betrag in der Drogerie oder im Internet zu kaufen und sie hält bei guter Pflege rund 10 Jahre. Zum Einsetzen der Tasse gibt es im Internet eine Reihe an Tutorials. Alternativ gibt es waschbare Binden oder Periodenunterwäsche.

7. Kaffee zu Hause statt Coffee-to-go

Selbst die unter uns, die sich den morgendlichen Kaffee nur beim Bäcker um die Ecke und nicht beim Barrista holen, vergessen häufig, dass die Kosten schnell immens werden. Mit einem Handgriff mehr lässt sich der Kaffee bereits zu Hause vorbereiten und in eine Thermoskanne füllen – das spart nicht nur Zeit, die sonst in der Warteschlange verbracht wird, sondern auch Geld und eine Menge Einweg-Becher. Soll es dann doch einmal der Kaffee unterwegs sein, vermeidet der Griff zum Mehrwegbecher Müll.

8. Zu Hause kochen statt bestellen

Im stressigen Alltag geht kochen häufig unter. Viel schneller fällt die Entscheidung, zum Filmabend mit Freunden und Freundinnen eine Pizza zu bestellen, sich unterwegs kurz eine Nudelbox beim Thai mitzunehmen oder sich nach der Arbeit mit einem Döner zu belohnen. Dabei geht gesund und lecker kochen schnell und spart wohl wie kaum ein anderer Tipp auf dieser Liste Geld. In Anbetracht der Tatsache, dass To-Go-Essen auch mit einer Unmenge an Müll verbunden ist, lohnt es sich noch etwas mehr, im Jahr 2022 die eigenen Kochkünste aufzupolieren und die Pizza zum Filmabend gemeinsam zu backen.