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8 Gründe, warum man die Mensa Rempartstraße einfach lieben muss

Josephine Bewerunge

Die Mensa ist das Herzstück der Uni: Rettender Anker für hungrige Faule, sozialer Treffpunkt, Lichtblick an tristen Lerntagen. Trotzdem verlieren Studierende böse Wort über die Mensa. Dabei hat Freiburg Glück. 8 Gründe, wieso man die Mensa Rempartstraße einfach lieben muss.



1. Der Style

Die orangefarbenen Stühle in der Mensa Rempartstraße sind nicht nur wegen ihrer Farbe ikonisch. Tatsächlich handelt es sich dabei um ein Designer-Modell der Marke Vitra aus den 60er-Jahren. Den meisten Studierenden ist gar nicht klar, worauf sie ihr Gesäß Mittag für Mittag betten – andere scheinen über die noble Inneneinrichtung der Mensa jedoch bestens informiert zu sein: Vor einigen Jahren kam es zu einem Diebstahl von über 80 Stühlen. Seitdem ist jedes Exemplar mit einer Markierung versehen.

2. Der Nachschlag

Mit dem Nachschlag ist es ein bisschen wie mit Schrödingers Katze. Auch er wird in einer Kiste verwahrt, und bevor man nicht nachgeschaut hat, weiß man nicht, ob ihr Inhalt eher nach Tod und Verderben aussieht, oder ob man erleichtert aufatmen kann. An guten Tagen lassen sich sogar seltene Schätze wie Kartoffelgratin oder Gemüsesauce abstauben. Und selbst, wenn man kein Glück hat, zählt doch eigentlich nur eins: Satt wird man auf jeden Fall.

3. Die Events

Dass die Mensa Rempartstraße mehr kann als nur Essen zubereiten, stellt sie regelmäßig unter Beweis. Neben diversen Flohmärkten und Partiy wird während des Semesters dienstags Tischtennis und Beerpong gespielt, am Sonntag stehen Tatort und Suppe auf dem Programm. Auch für Examensbälle öffnet die Mensa hin und wieder ihre heiligen Pforten und überzeugt selbst Eltern und Großeltern davon, dass der Schnelle Teller durchaus das Zeug zur Vorspeise hat.

4. Die Preise

Besagter Schneller Teller kostet Studierende sage und schreibe 1,80 Euro – und das, nachdem die Mensa kürzlich ihre Preise erhöht hat. Auch die anderen Gerichte sind bezahlbar und trotzdem frisch, vielseitig und (meistens) nährreich. Dieses Preis-Leistungs-Verhältnis kann fast keine andere Mensa bieten.

5. Die Bänderer

Trotz der hitzigen Debatten, die in der Vergangenheit ausgetragen wurden, sind die Bänderer nicht kleinzukriegen. Zum Glück! Angesichts der Massen an Essen, die täglich verschwendet werden, ist man nur froh, wenn die eigenen Reste dankend entgegengenommen werden, anstatt im Müll zu landen. Eine Win-Win-Situation also, zumindest, solange die großzügigen Spender gesund sind.

6. Die Fangemeinde

Auch wenn böse Zungen sich hin und wieder kritisch äußern, verfügt die Mensa Rempartstraße über eine treue Fangemeinde. Nicht nur auf Instagram werden Gerichte gefeiert oder Currywurstlose Wochen betrauert, es gibt sogar den Mensa Podcast namens "Pink Sauce", der sich den verschiedensten Aspekten rund um das Thema Mensa Rempartstraße widmet. Die Mensa revanchiert sich mit regelmäßigen Updates auf dem hauseigenen Instagram-Account sowie Mensa-Führungen, bei denen Interessierte einen Blick über den Tellerrand werfen können.


7. Die Kreativität

Die Mensa Rempartstraße ist experimentierfreudig, was kulinarische Kreationen betrifft. Sie geht mit der Zeit, richtet den Speiseplan auf Festtage oder Mottowochen aus und entwickelt ständig neue Ideen. Das Ergebnis sind einerseits Bowls, die aussehen, als kämen sie geradewegs vom Food-Truck, manchmal entstehen aber auch abenteuerliche Kombinationen der Marke "gefährlich, aber nicht tödlich". Ob hart gekochte Eier zu Ananas und Radieschen passen, muss am Ende jeder für sich entscheiden, fest steht: Die Mensa polarisiert.

8. Das Traditionsbewusstsein

Bei allem Erfinderreichtum weiß die Mensa Rempartstraße ihre Traditionen zu pflegen. Was wäre schließlich ein Freitag ohne Milchreis? Seien wir ehrlich, wahrscheinlich würde ihn niemand vermissen. Und trotzdem steht er Woche für Woche auf der Speisekarte. Und das ist auch okay. Die Mensa bleibt sich treu, und dafür lieben wir sie.

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