Meinung

8 Gründe, warum die Weihnachtszeit gar nicht so schlimm ist

Maxim Melzer

Für die allermeisten ist Weihnachten vor allem eins: stressig. Doch richtig angegangen, ist die Weihnachtszeit die schönste Zeit des Jahres findet Maxim Melzer. Er hat 8 Gründe zusammen getragen, warum das so ist.



1. Die Vorweihnachtszeit – richtig gestaltet ein Genuss

Durch die Stadt rennen, die Hälfte vergessen und wieder zurück. Kochen und schmücken und dann wollen die Freunde noch auf den Weihnachtsmarkt – für die allermeisten ist die Vorweihnachtszeit der pure Stress. Aber richtig gestaltet kann diese Zeit überraschend schön sein. Die Geschenke so früh wie möglich besorgen, Plätzchen backen und Glühwein trinken. Hinter dem Stress versteckt, hat die Vorweihnachtszeit einiges zu bieten. Wer das Gegenteil behauptet, dem seien ein paar besinnliche und (wichtig!) stressfreie Stunden mit den Liebsten auf dem Weihnachtsmarkt empfohlen.

2. Das Essen

Das Essen in der Weihnachtszeit ist zweifellos das Beste des ganzen Jahres. Egal ob Plätzchen, Lebkuchen oder die Weihnachtsgans, an Weihnachten schlagen unsere kulinarischen Herzen höher. Meist wird so viel gegessen, dass einem schon schlecht wird. Aber kein Problem: Ab aufs Sofa, mit Glühwein runter spülen und nach einer Stunde kann der Nachtisch kommen.

3. Das große Wiedersehen

Was nur Weihnachten schafft: Die ganze Familie, von der Oma bis zur Cousine trifft sich gesammelt, zur selben Zeit im gleichen Raum. Die ganze ungeschönte Familie auf einem Haufen – und das ist wundervoll! Jeder hat 100 neue Sachen zu erzählen, es wird gelacht, über die neusten politischen Entwicklungen diskutiert und natürlich niemals die eigene Unwissenheit zugegeben. Was dieser eine Abend im Jahr schafft, das schaffen sonst Beerdigungen. Nur der Anlass ist ein fröhlicherer.

4. Weihnachtsfilme von "Kevin allein zu Haus" bis "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel"

Sie sind mindestens so beliebt wie verhasst – die Weihnachtsfilme. Das ganze Jahr regen sich alle drüber auf: "Jedes Jahr die gleichen Filme. Das ist doch langweilig und inhaltlich geben sie auch nicht viel her." Um sich dann nach dem Weihnachtsessen, bei eben jenen Filmen, auf dem Sofa wieder zu finden. Denn nach dem stressigen Essen und der Bescherung geben sie einem das Erste mal ein Gefühl von Ruhe in dieser stressigen Zeit.

5. Die Geschenke und das Schenken

Man bekomme nur Sachen, die man eh nicht gebrauchen kann und das Schenken mache nur noch mehr Stress. Diese oder ähnliche Aussagen muss man sich in der Vorweihnachtszeit täglich anhören. Und an Heiligabend muss man dann jährlich sein ganzes schauspielerisches Talent unter Beweis stellen – um dann im Februar festzustellen, dass die Socken von Oma oder der Toaster von Papa doch ganz nützlich werden können. Und wer sich am lautesten übers Schenken beschwert, der freut sich meist am meisten auf die Bescherung.

6. Die Party danach

Das Essen ist vorüber, die Bescherung vorbei und Kevin hat die Einbrecher in die Flucht geschlagen. Jetzt kommt das eigentliche Highlight eines jeden Heiligabends – die Party mit den alten Freunden. Die alte Dorfgruppe kommt zusammen und geht feiern. Und an Weihnachten lässt sich das wirklich gut. Egal ob im Club oder bei den Jugendfreunden auf dem Sofa. Denn nach dem besinnlichen Essen mit der Familie, kommt der Absturz mit den Freunden – fühlt sich irgendwie an wie eine Reise zurück in vergangene Tage.

7. (Stress)frei

Eigentlich das Wichtigste an Weihnachten: Die freien Tage. Nicht nur, dass man nicht arbeiten gehen muss. Spätestens nach Heiligabend überkommt einen ein Gefühl der Entspannung. Die Straßen sind wie leer gefegt. Alles hat geschlossen. Ab und zu sieht man eine glückliche Familie auf ihrem Spaziergang, sonst nichts. Kein Hupen, keine Schreie, kein Quietschen der Straßenbahnen – kein Stress.

8. Der Kirchengang

Wahrscheinlich der überraschendste Punkt auf dieser Liste. Aber auch der Gang in die Kirche gehört zu einem gelungenen Weihnachtsfest. Er läutert es gewissermaßen erst ein. Noch bevor die ersten Familienstreitigkeiten wieder aufkommen können, erinnert uns der Pfarrer an das Wesentliche: Genießt die Zeit zusammen, sie hält nicht ewig. Der Kirchengang gibt allen das erste Mal nach der stressigen Vorweihnachtszeit das besinnliche Gefühl, das Weihnachten eigentlich ausmacht – unabhängig ob man nun gläubig ist oder nicht. Also ab in die Kirche!