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7 Kochtipps, damit Du deine Hamsterkäufe optimal nutzen kannst

Laura Wolfert

Viele Menschen haben in den vergangenen Tagen die Supermarktregale leer gekauft. Das Problem: Wann und wie soll das alles gegessen werden? Wir haben 7 Tipps, damit deine Lebensmittel im Kochtopf und nicht im Mülleimer landen.

Kaum macht man die Vorratskammer auf, springt einem die Dose Ravioli entgegen. Ein bisschen Festival-Feeling im März, oder lieber den restlichen Kohlrabi kochen? Wer in den vergangenen Tagen aus Panik den Supermarkt leergeräumt hat, steht jetzt vor dem nächsten Problem: Wann und wie soll das alles gekocht werden?


Hamsterkäufe bringen wenig, wenn die die frischen Zutaten nach einer Woche Quarantäne nicht mehr genießbar sind – und das haltbare Essen direkt aufgebraucht wird. Deswegen Tipp Nummer Eins: Stell deine Dose Ravioli zurück in die Vorratskammer. Jetzt. Auch die Schokolade. Auch die Kekse. Du musst dir nicht alles an Tag Eins der Quarantäne in den Mund stopfen. Du bist kein Hamster. Du bist die kleine Ratte aus Disneys Ratatouille, die aus allem ein Sternegericht zaubern kann!



Damit das gelingt, haben wir weitere Tipps, wie Du deine Vorratskäufe optimal nutzen kannst. Essen sollte man nämlich essen – nicht wegschmeißen. Wenn du tatsächlich alles aufgebraucht hast, die Supermärkte geschlossen sind und Deutschland in ein paar Wochen immer noch unter Quarantäne steht – dann kannst du sogar dein Dosenfutter pimpen.

1.Frische Lebensmittel zuerst aufbrauchen

Der wohl einfachste, aber hilfreichste Tipp. Die Profi-Prepper unter euch können die Lebensmittel je nach Haltbarkeitsdatum unterschiedlich markieren: ein grüner Punkt, oder Gummiband für alles, was mehrere Monate hält – rot für wenige Tage.



2.Erstelle einen Essensplan

Wer seine ganzen Tomaten in den Salat schnibbelt und für die Caprese-Vorspeise nur noch Mozzarella hat, ist arm dran – oder muss erneut in den Supermarkt und sich der "Corona-Gefahr" aussetzen. Deswegen hilft ein Kochplan. Welche Gerichte kannst du aus deinen Vorräten zubereiten, was braucht man dafür und was sollte zuerst gegessen werden?

Ein Blick auf den Plan verrät, dass du für die Caprese zwei Tomaten übriglassen solltet. Das klingt nach ein wenig Arbeit, macht aber jede Menge Spaß. Das Hirn denkt sich ein paar Rezepte aus und Lebensmittel werden so auch nicht vergessen und weggeschmissen. Wem der Kochplan zu viel ist, klebt sich seinen Einkaufszettel einfach an den Kühlschrank – da steht schließlich noch alles drauf.



3."Mindestens haltbar bis" bedeutet nicht "ab dann ist es giftig"

Auf den meisten Lebensmitteln steht das sogenannte "Mindesthaltbarkeitsdatum". Frei übersetzt bedeutet das: "Dieses Produkt ist mindestens bis zu diesem Zeitpunkt haltbar – aber wahrscheinlich auch noch ein wenig länger. Schnupper mal dran und probiere es, bevor du es wegwirfst." Vorsichtig sein solltest du allerdings bei dem Verbrauchsdatum von Fisch und Fleisch. Ansonsten ist dein Hamstervorrat wohl noch länger haltbar, als du denkst.



4.Kein Bock auf Gemüse? Mach eine Suppe!

Du hast heute keinen Bock auf Kohlrabi, Tomaten, Sellerie, Kartoffeln und Brokkoli – aber das ganze Gemüse wird in den nächsten Tagen schlecht? Dann schneide alles klein, brat es mit Zwiebeln und Knoblauch in Öl an, gib etwas Tomatenmark und Gemüsebrühe hinzu. Fertig ist die Minestrone, die mit Parmesan verfeinert werden kann. Wenn die italienische Gemüsesuppe ein bis zwei Tage zieht, schmeckt sie umso besser. Alles kann, nichts muss. Wer Ofengemüse bevorzugt, schmeißt alles auf das Blech. Zubereitet sind die Lebensmittel länger haltbar.



5.Gourmet-Gerichte aus Resten zaubern – mit der Hilfe von "Yes and Yes"

Zugegeben, die bisherigen Tipps sollte jeder kennen und auch im normalen Alltag anwenden. Deswegen kommen wir nun zu den Profis-Hacks: Wie mache ich aus übrig gebliebenem Pesto, Speck-Fett und einem alten Burger-Brötchen eine geile Suppe mit Croutons? InfluencerInnen wie "Yes and Yes" zeigen in ihrer Story, wie du mit Resten lecker kochen kannst. Unter dem Highlight "Food" findest du jede Menge Rezepte.

Wenn es dir zu doof ist, die ganze Story anzuschauen, kannst du auch ihr Kochbuch bestellen. "The No Grocery Challenge Cookbook" soll helfen, mit dem zu kochen, was bereits in der Küche ist. Das spart viel Geld und reduziert den CO2-Fußabdruck. Das E-Book ist aktuell für 17 Dollar erhältlich.

6.Pimp deine Dosenravioli – mit "Jack Monroe"

Wir sind am Ende angelangt. Du hast all unsere bisherigen Tipps genutzt, nichts weggeworfen und nur noch Dosenfutter im Regal? Dann kannst du nun auf die Hilfe von "Jack Monroe – Tin Can Cook" zurückgreifen. Der Foodwriter und Anti-Armutskämpfer Jack Monroe stellt in seinem Buch 75 Rezepte zusammen, die du aus konservierten und getrockneten Zutaten herstellen kannst. Aktuell ist es für 5,79 Dollar als Kindle Edition bei Amazon erhältlich.



7."Zu gut für die Tonne" – die App des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg – das behauptet zumindest das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Damit das reduziert wird, hat das BMEL eine App entwickelt. Auf der Suchseite von "Zu gut für Tonne" lassen sich nach eigenen Angaben bis zu drei Zutaten miteinander kombinieren. Die App schränkt die Auswahl automatisch ein und wirft passende Kochrezepte aus.

Mehr als 680 Reste-Rezepte gibt es bereits – für alle, die zu faul sind, die Reste-Rezepte von "Yes and Yes" und "Jack Monroe" durchzusuchen.

Die App "Too Good to Go" und die Seite "Restegourmet" können dir ebenfalls helfen, Lebensmittel vernünftig zu verbrauchen. Ein weiterer Tipp ist die "Resteverwertung- und Zutatensuche" von Chefkoch.de.





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