Unileben

6 Dinge, die Du nur kennst, wenn Du in der UB lernst

Esther Bauer

Die Drehtür blockiert, beim Café Libresso kommt es zu Wartezeiten und wer den Lesesaal zu spät betritt, muss enttäuscht wieder gehen, da alle Plätze belegt sind. Das kommt Dir bekannt vor? Dann kennst Du bestimmt auch diese sechs Insider.



1. Man kommt spät in den Lesesaal und muss sich den Blicken der Mitlernenden aussetzen

Wer kennt es nicht. Man hat sich fest vorgenommen früh aufzustehen, um einen guten Platz im Lesesaal zu ergattern, aber letztendlich hat man es nicht vor 9 Uhr aus dem Bett geschafft. An den besetzten Schließfächern lässt es sich schon erkennen: Der Kampf um einen Platz wird sehr schwer. Doch das Schlimmste an der Suche nach einem Platz ist, dass man sich den Blicken der anderen Lerner, die schon seit 7 Uhr da sind, aussetzen muss. Also ergibt man sich seinem Schicksal und schleicht suchend durch die Lesesäle und erntet mitleidige Blicke von den Glücklichen, die einen Platz haben.

2. Man fühlt eine emotionale Bindung zu den anderen Mitlernenden und hat schon seinen Stammplatz

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und so trottet man jeden Tag wieder zum gleichen Platz, in der Hoffnung, dass er noch frei ist. Wenn man dann von seinen Büchern und Notizen aufschaut, blickt man Tag für Tag in die gleichen Gesichter. Obwohl man meistens noch nie miteinander gesprochen hat, spürt man eine emotionale Bindung zu den Mitlernenden, die man täglich wiedertrifft.

3. Man schämt sich, dass man sich schon wieder einen Kaffee im Café Libresso kauft

Natürlich gehören auch Pausen zum perfekten Lerntag in der UB dazu. Doch gerade diese können einem zum Verhängnis werden. Man verabredet sich mit Freunden im Café Libresso und kauft sich schon den dritten Kaffee. Das geht nicht nur aufs Geld, wenn man merkt, dass man die Unikarte schon wieder aufladen muss, sondern ist auch ziemlich peinlich, wenn die Mitarbeiter im Libresso schon wissen, was man kaufen möchte.

4. Die Diskussion, ob man jetzt auf dem zweiten Stock sitzen darf

Bei besagtem Kaffee darf natürlich auch eine gute Diskussion nicht fehlen. Und was bietet sich da besser an als die Diskussion, ob man als Nicht-Jurist auf dem 2. Stock sitzen darf? Nichts spaltet die Meinungen so sehr wie diese Frage. Viel mehr muss dazu nicht gesagt werden, denn jeder UB Lerner hat dazu eine feste Meinung.

5. Man erkennt an den Toilettensprüchen, auf welchem Stockwerk man ist

Wenn man merkt, dass man schon zu viele Kaffeepausen gemacht hat, aber trotzdem ein bisschen Abstand vom Lernmaterial haben möchte, geht man aus der Not heraus aufs Klo. Auch dort kennt man mittlerweile die Kunstwerke an den Wänden und die Veranstaltungsflyer kann man schon auswendig. Mein persönlicher Favorit: Die Skizze, wie man von der UB nach St. Ottilien wandern kann Leider mittlerweile überstrichen, aber UB-Lerner aus dem letzten Semester wissen, wo sie zu finden war.

6. Man erschrickt bei der Durchsage, die um 23.30 Uhr durch die UB schallt

Um 23.55 Uhr muss man den Essay hochladen und man macht noch ein paar Last-Minute-Verbesserungen und plötzlich wird man von einer Durchsage zu Tode erschreckt. Man schaut sich vorsichtig um, ob auch niemand gesehen hat, wie stark man zusammengezuckt ist und weiß, dass nun 23.30 Uhr ist und man bald aus der (hass)geliebten UB geworfen wird.

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