Erste Bilanz der Polizei

24 Festnahmen bei Schwerpunktkontrollen auf dem Stühlinger Kirchplatz in Freiburg

BZ-Redaktion

Nach Schwerpunktkontrollen wegen Drogenhandels auf dem Stühlinger Kirchplatz wurden zahlreiche Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Polizei wertet dies als Erfolg.

Im Rahmen einer neuen Konzeption für den Stühlinger Kirchplatz geht die Polizei verstärkt gegen den Drogenhandel dort vor. Seit Oktober, so berichtet die Polizei, gab es vermehrt Kontrollen und andere "Einsatzmaßnahmen". In einer ersten Bilanz ist von bislang 68 eingeleiteten Ermittlungsverfahren die Rede. Es handele sich fast ausschließlich um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Es gab 24 Festnahmen wegen nachweislichen Handels mit Betäubungsmitteln, in mehreren Fällen wurden zudem richterliche Beschlüsse für Wohnungsdurchsuchungen erwirkt. Es konnten unterschiedliche Mengen an Marihuana, Amphetamin, Kokain sowie mehrere Tausend Euro Bargeld aus Rauschgiftgeschäften beschlagnahmt werden.


In Einzelfällen wogen die Tatvorwürfe und -umstände so schwer, dass die sofortige Untersuchungshaft angeordnet wurde. In einem Verfahren wurde ein Drogenhändler im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens bereits zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt.

Die Aktionen der Polizei sorgten, wie es heißt "erkennbar für eine starke Verunsicherung unter den Rauschgifthändlern". Bei den Aktionen und Maßnahmen fiel auf, dass auch Jugendliche als vermeintliche Abnehmer in der Drogenszene verkehren. Außerdem stellt die Polizei fest, dass der Drogenhandel auf dem Stühlinger Kirchplatz nahezu unabhängig von Wetter und Jahreszeit ist.

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