Beschäftigungstherapie

14 kreative Ideen für die Quarantäne

Claudia Förster Ribet

In Quarantäne kann einem schnell langweilig werden. Was tun, wenn man zwei Wochen lang zu Hause eingesperrt ist? fudder hat für jeden Tag eine kreative Idee, für die man kaum Material braucht.



1. Eine neue Fähigkeit lernen

Als Kinder erlernen wir ständig neue Fähigkeiten, üben Instrumente oder probieren Sportarten aus. Meistens bleiben wir nach der Pubertät bei dem, was wir schon können, oder geben unsere damaligen Hobbys sogar auf. Aber warum eigentlich? Es ist nie zu spät, neue Dinge auszuprobieren. Wie wäre es zum Beispiel mit Beatboxen, Meditieren oder Zaubern?
  • Meditieren: Headspace (App) (teils kostenpflichtig)

2. Handlettering

Auf Instagram und bei Glückwunschkarten ist das sogenannte Handlettering schon lange im Trend. Nie gehört? Wie der Name schon sagt, bezeichnet der Begriff Handlettering schöne, von Hand geschriebene Worte. Diese können in Druckbuchstaben oder in kalligrafischer Schnörkelschrift geschrieben sein. Meistens werden verschiedene Stile und Schriftarten gemixt und schön angeordnet, sodass ein Zitat zu einem kleinen Kunstwerk wird. Handlettering und Kalligrafie lernen, ist ganz einfach: Das Grundprinzip ist, alle Aufstriche der Buchstaben (wenn du mit dem Stift von unten nach oben fährst) dünn zu lassen und alle Abstriche (wenn sich der Stift von oben nach unten bewegt) dick zu machen. Mit der sogenannten Faux-Calligraphy-Technik imitierst du diesen Stil einfach, indem du ein Wort vorschreibst und danach alle Abstriche verdoppelst. Zu kompliziert? Keine Sorge, online gibt es hunderte Tutorials. Handlettering ist schnell gelernt und sehr nützlich, zum Beispiel zum Gestalten von Geburtstagskarten oder Verschönern deiner Wohnung.

3. Vorräte beschriften

Jetzt, wo man viel Zeit zu Hause verbringt und vielleicht sogar ein bisschen hamstern war, lohnt es sich, seine Vorräte zu organisieren. Damit Motten keine Chance haben und Nüsse, Nudeln und Co in schöneres Licht gerückt werden, fülle alle Lebensmittel aus der Packung in Gläser um. Einfach Marmeladengläser auswaschen, hartnäckige Etiketten mit etwas Öl vom Glas lösen und voilà. Mit einem Edding und ein bisschen Lettering-Skills kannst du die Gläser beschriften – fertig ist der optimale Vorratsschrank.

4. Bullet Journaling

Seit ein paar Jahren dominieren Fotos sogenannter Bullet Journals die Feeds auf Instagram und Pinterest. Das Konzept: Man verwandelt ein leeres Notizbuch in seinen ganz persönlichen Kalender, den man gleichzeitig auch als Tagebuch verwenden kann. Dabei wird meistens ein Zeichensystem entwickelt, bei dem jeder To-Do-Punkt mit einem Aufzählungszeichen ("Bullet Point") notiert, mit einem Pfeil verschoben und mit einem Kreuz als abgehakt registriert wird. Gleichzeitig kann man verschiedene Tracker ins Bullet Journal integrieren, um zum Beispiel festzuhalten, an welchen Tagen man Sport gemacht hat, wie viel man geschlafen hat oder wie die Stimmung jeden Tag war. Beim Bullet Journaling kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen – ein perfekter Ort, um sich an Kalligrafie, Aquarellmalerei oder anderen kreativen Techniken auszuprobieren.

5. Videos von Reisen

Mit unseren Smartphones können wir schöne Momente ganz einfach festhalten. Doch wann nimmt man sich schon die Zeit, durch hunderte Urlaubsbilder zu scrollen? Eine viel schönere Option, sich an den letzten Urlaub oder die Erasmus-Zeit zu erinnern, sind Videos. Chronologisch geordnete Bilder und Videoschnipsel, die fließend ineinander übergehen und mit dem Soundtrack des Urlaubs hinterlegt sind, wecken bestimmt viel intensivere Erinnerungen als Fotos (und lassen sich obendrein besser zeigen). Online gibt es viele kostenlose oder günstige Programme, mit denen sich solche Videoprojekte realisieren lassen. Wann wäre ein besserer Zeitpunkt als an einem langweiligen Quarantäne-Tag, um sich Hals über Kopf in ein Projekt zu fuchsen?

6. Stricken lernen

In Freiburg ist es schon lange Trend: Stricken. Im Wintersemester hört man in den Vorlesungen immer wieder metallene Nadeln klackern oder sieht buntes Garn rollen. Es ist ein wunderbares Gefühl, ein Stirnband, Pulswärmer oder einen Schal selbst erschaffen zu haben – doch leider dauern Strickprojekte dann doch länger als erwartet. Die nächsten Wochen bieten aber sicher genug freie Stunden, um das nächste Lieblingsaccessoire zu erschaffen und dabei entspannt Musik oder Podcasts zu hören.

7. Makramee-Technik lernen

Warum auf den Urlaub warten, um Hippieschmuck zu kaufen, wenn man ihn auch selbst machen kann? Mit ein paar grundlegenden Kenntnissen in Makramee, der orientalischen Knüpftechnik, lassen sich Dutzende Varianten von Armbändern knüpfen. Einfach ein paar gewachste oder lederne Bänder besorgen (notfalls gehen auch normale Fäden oder Geschenkbänder) und mit Muscheln vom letzten Urlaub oder Perlen verzieren. Ein perfektes Geschenk für Freunde! Und obendrein lassen sich mit den Makramee-Knoten wunderschöne Blumenampeln für den Balkon oder kreative Wandbehänge knüpfen.

8. Kosmetik selbst machen

Für die optimale Körperpflege muss man nicht viel Geld ausgeben: Vegane, natürliche und tierversuchsfreie Kosmetik lässt sich ganz einfach zu Hause herstellen. Online gibt es hunderte Rezepte für feuchtigkeitsspendende Gesichtsmasken mit Joghurt und Gurke, Lippenpflege aus Honig oder Körperpeelings aus Rohrzucker und Olivenöl. Am besten etwas mehr herstellen, in Gläser füllen und beschriften. So hast du obendrein einen Vorrat für künftige Geburtstagskinder.

9. Umstylen

Als Kinder hatten wir einen Heidenspaß daran, uns zu verkleiden oder zu schminken. Und warum als Erwachsener auf Fasnet warten? Die Quarantäne lässt sich perfekt dazu nutzen, mal etwas ganz Neues auszuprobieren: Haare glätten, färben oder schneiden; sich mit Henna vorübergehend tätowieren oder sich mal ganz anders kleiden als sonst. Tauscht Klamotten mit den Mitbewohnern, oder macht euch mit Textilstiften, Schere und Nadel ans Umstylen alter Kleidung. Vielleicht findet ihr ja sogar Gefallen am ein oder anderen Look. Und wenn nicht, sieht euch erstmal niemand.

10. Tagebuch schreiben

Tagebuch schreiben hilft vielen Menschen, ihre Gedanken und Gefühle zu sortieren. Wenn es euch schwerfällt, jeden einzelnen Tag im Fließtext Revue passieren zu lassen, probiert es doch mal mit Kategorien: Macht euch Themenseiten oder Mindmaps, die ihr dann mit Stichworten füllt. Mögliche Kategorien wären zum Beispiel Komplimente, die ihr bekommen habt, Dinge, für die ihr dankbar seid, oder Menschen, die ihr nicht vergessen möchtet. In schlechten Momenten hebt ein Blick in diese Reflektionen bestimmt eure Stimmung.

11. Geschichten erfinden

Wisst ihr noch, als ihr euch als Kinder beim Spielen die verrücktesten Gegebenheiten und Charaktere ausgedacht habt? Als man im Deutschunterricht noch Geschichten verfasst hat? Diese ganze Fantasie schlummert bestimmt noch irgendwo tief in unserem Inneren. Fordert sie doch mal raus und schreibt eine kurze Geschichte, egal ob frei erfunden oder von euren Erlebnissen inspiriert. Am besten macht ihr mit Freunden oder Mitbewohnern einen Wettbewerb daraus und lest euch abends alle Geschichten vor. Oder jeder schreibt einen Paragrafen und gibt den Text weiter – so ergänzen sich eure Ideen gegenseitig.

12. Sterneküche

Im Alltag ist es uns oft zu stressig, aufwendige Gerichte zu kochen. Jetzt ist die perfekte Gelegenheit, sich mal an etwas Neuem oder Kompliziertem auszuprobieren. Wie wär’s zum Beispiel mit handgeriebenen Spätzle, eigens gepresster Hafermilch oder der ersten selbstgekochten Marmelade?

13. Zimmer umstellen

Gerade wenn man viel Zeit in seiner kleinen Studibude verbringt, fällt einem schnell mal die Decke auf den Kopf. Aber selbst ins kleinste Zimmer kann man etwas frischen Wind bringen, indem man die Möbel umstellt und die Raumaufteilung ändert. Denn direkt am Fenster aufzuwachen statt in der dunklen Ecke, fühlt sich bestimmt anders an!

14. Wohnung dekorieren

Ein bisschen Tapetenwechsel tut gut, wenn man immer nur dieselben vier Wände sieht. Neben einer neuen Raumanordnung (siehe Tag 13) tut es vielleicht auch einfach gut, die Wohnung anders zu dekorieren. Günstige Dekoration lässt sich ganz einfach selbst machen, zum Beispiel mit handgeschriebenen Zitaten für die Wand, Blumenampeln und Wandbehängen, oder mit schönen Retro-Bierflaschen als Kerzenleuchter.