Club der Freunde

Närrisch

11 skurrile Fasnachtsbräuche- und Ereignisse in der Region

Nur in der fünften Jahreszeit kann sich so mancher Südbadener richtig ausleben. Dabei entstehen Traditionen, die für Anti-Narren völlig unverständlich sind. Diese elf skurrilen Bräuche gehören dazu.



1. Das Aufnahmeritual der Buebacher Sauhexen
Die Bubenbacher Sauhexen gelten im Hochschwarzwald als besonders ausgelassene Narren. Selbst mit ihren neuen Mitgliedern gehen sie nicht gerade zimperlich um. Bevor sie sich Sauhexe schimpfen lassen dürfen, müssen die Anwärter zuerst einen Saufraß essen.

"Unser Saufraß hat keine genaue Rezeptur, da es in früheren Zeiten bei den Bauernfamilien auch keine gab", sagt Vorstandsvorsitzender Michael Schätzle. Ein paar Grundzutaten gibt es aber doch: gekochte Kartoffeln, Karotten, Kleie und etwas geschrotetes Getreide, wie Hafer, Mais und Gerste. Sie kommen in einen Schweinetrog und werden mit etwas Wasser und Milch mit den Händen vermischt. "Danach wird probiert", so Schätzle, "aber weil der Fraß so noch zu gut schmeckt, kommen noch Zwiebeln, Knoblauch und alle möglichen Gewürze dazu. Unser neues Mitglied muss ja stinken."

Das ist aber noch nicht alles. Weil die Sauhexen an Fasnacht nicht zu zimperlich mit ihren Nieren und ihrem Hirn umgehen, müssen sie beim Saufraß etwas mehr davon abbekommen. Rohes Hirn und frische Niere kommen also auch noch mit dazu. Das neue Mitglied wird dann auf den Knien von einer Hexe und dem Keiler mit den Händen gefüttert. Wer nicht schluckt, bekommt Hilfe, es wird nachgeschoben. "Wer sich erbricht, hat ein Problem", sagt Schätzle, "denn das Mitglied darf erst aufstehen, wenn der Trog leer ist."
Zur Homepage der Buebacher Sauhexen
2. Der Hexensabbat der Waldkircher Kandelhexen
"Hexe, Hexe, stelze – rab vum Kandelfelse" – so lockt der Teufel die Hexen in Waldkirch vom Kandel hinunter. Auf dem Waldkircher Hausberg sollen sich die besenreitenden Wesen schon seit eh und je zum Tanz getroffen haben. Am Fasnachtssamstag trauen sie sich zum Waldkircher Marktplatz hinunter. Dort treffen sich die Kandelhexen seit 1975 zum Hexensabbat. In einer 30-minütigen Zeremonie nimmt die Zunft neue Mitglieder auf, die vom Teufel höchstpersönlich begutachtet werden. Anschließend tanzen die Hexen um das offene Feuer. Eine von ihnen fliegt sogar in sechs Metern Höhe über die Köpfe der vielen Besucher. Erst wenn die Glocken der naheliegenden Kirche St. Margarethen läuten, hat der Spuk ein Ende.



Was nach einer großen ...

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