SC Freiburg

1000 Zeichen Liebe: Das Dreisamstadion

Johannes Breuninger

Der Umzug des SC Freiburg vom Dreisamstadion ins Europa-Park Stadion steht bevor. Damit verliert der SC ein wenig vom Esprit eines gallischen Dorfes. Zeit, sich vom Dreisamstadion zu verabschieden.

Wenn am 16. Oktober mit der Partie gegen RB Leipzig das erste Bundesligaspiel im Europa-Park Stadion angepfiffen wird, fassen viele neue Gewohnheiten Fuß, die mit einem Spieltag-Besuch einhergehen. Wir fahren weiterhin mit dem Fahrrad zum Spiel und unterhalten uns dabei mit anderen Schlachtenbummlern, hören aber nicht mehr den Klang der Dreisam. Wir schließen unsere Räder an akkuraten Ständern ab, nicht mehr an den Bäumen am Flussufer. Wir sehen ein Spielfeld, dass den DFL-Regularien ohne Sondergenehmigung entspricht, vor allem wird es nicht mehr abschüssig sein. Wir werden zwar noch immer den Schwarzwald in der Ferne sehen, aber nicht mehr von ihm umschlossen sein. Üben können wir beim Festakt mit Freundschaftsspiel gegen den FC St. Pauli.

21 Bundesligasaisons spielte der SC Freiburg im Dreisamstadion. In dieser Zeit ist der Verein gewachsen. Auch wenn die Rhetorik des Vereins noch immer oft den Vergleich zum gallischen Dorf von Asterix und Obelix bemüht. Nach dem Umzug ins neue Stadion wird vieles schnell normal werden. Aber wenn der SC dann gegen Leipzig spielt, wird diese Geschichte wieder ein bisschen schwerer zu erzählen sein. Denn kein Ort in Freiburg war so nahe am gallischen Dorf wie das Dreisamstadion.

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