#stayhome

10 Spielideen für die Quarantäne mit Kleinkind

Charlotte Göhring

Um den Kleinkindern in den kommenden Wochen zuhause etwas Abwechslung zu bieten, müssen Eltern sich ganz schön was einfallen lassen. fudder hat zehn Spielideen für Kleinkinder ab 24 Monaten, die den Quarantänealltag ein bisschen aufpeppen können.



1. Der "Corona-Adventskalender"

Idee: Für jeden Tag zuhause wird eine zu erledigende Aufgabe auf einen Zettel geschrieben, der dann täglich abgehängt und gelesen werden darf. Die Aufgabe kann dann im Laufe des Tages zusammen erledigt werden.

Aufgabenbeispiele: Die Legokiste aussortieren. Ein Kuscheltier waschen. Murmeln nach Farben sortieren. Ein neues Lied singen.

Gebraucht wird: beliebig viele, kleine Zettel, Geschenkband, lange Leine oder Schnur, wer mag, kann natürlich auch Säckchen basteln.


Ausführung: Zusammen können Aufgaben überlegt werden. Oder auch von den Eltern alleine, so wie beim Adventskalender, als "Überraschung" für die Kinder. Der Zettel wird zusammengerollt und mit buntem Geschenkband an eine bereits in der Wohnung aufgespannte Leine geknotet. Dort ist der Corona-Adventskalender für alle Familienmitglieder sichtbar und kann auch beliebig, je nach Anzahl der Kinder, um Aufgabenzettelchen erweitert werden.

2. Bälle baggern

Idee: Wenn der Nachwuchs schon nicht im Sandkasten baggern kann, dann doch zumindest zuhause. Gleichzeitig ist diese Spielidee eine gute Gelegenheit, um die Motorik der eigenen Füße besser kennenzulernen.

Gebraucht wird: Zwei Schuhkartons, ein Stuhl und ein paar Bälle, gegebenenfalls in unterschiedlichen Farben. Bälle aus einem Bällebad sind besonders gut geeignet.

Ausführung: In einen Schuhkarton kommen die Bälle. Das Kind sitzt davor auf einem Stuhl und darf nun die Bälle mit den Füßen in den leeren Schuhkarton baggern. Je nach Alter des Kindes kann man die Spielregeln auch verschärfen, indem zum Beispiel nur die grünen oder die blauen Bälle gebaggert werden dürfen.

3. Farben matschen – ohne Sauerei

Idee: Endlich mal beherzt mit den Fingern Farben mischen und ordentlich Sauerei anrichten. Ohne, dass noch zusätzliche Reinigungsarbeiten für die Eltern anfallen.

Gebraucht wird: Fingerfarben oder andere, flüssige, ungiftige Farben, Gefrierbeutel, Klebeband.

Ausführung: Beliebig viel bunte Fingerfarbe wird in einen Gefrierbeutel gefüllt. Nun wird der Beutel oben entweder durch vorhandenen Zippverschluss oder mittels Klebeband gut verschlossen. Nun kann der Farbbeutel entweder am Tisch von neugierigen Fingern bearbeitet werden oder am Fenster auf Kinderhöhe angeklebt werden. Mit den Fingern können tolle Straßen oder Landschaften "gemalt" werden. Am Fenster malt auch noch die Sonne mit.

4. Experimentieren

Idee: Konzentration und Neugier für Neues fördern

Gebraucht wird: Leere Plastikflasche ohne Deckel, ein Trichter, Luftballon, Essig und Backpulver.

Ausführung: Mithilfe des Trichters vorsichtig ein bis zwei Päckchen Backpulver in den Luftballon füllen. In die leere Plastikflasche wird nach Augenmaß so ungefähr 300 bis 400 Milliliter Essig eingefüllt. Nun wird der gefüllte Luftballon mit der Öffnung voraus ganz vorsichtig und ohne den Ballon anzuheben über den Flaschenhals gestülpt. Wenn alles sitzt, darf das Kind nun den Ballon anheben. Das Backpulver fällt in den Essig, dieser schäumt auf und durch die aufsteigenden Gase wird der Ballon ein Stück weit aufgepustet.

5. Indoor-Zelten

Idee: Besondere Familienzeit für alle Familienmitglieder.

Gebraucht wird: Ein Zelt, sieben bis acht leere Klopapier- oder Küchenrollen, LED-Teelicht, nach Belieben Kissen, Decken, Luftmatratze oder Isomatte, Bücher zum Vorlesen, Snacks und Getränke, Instrumente.

Ausführung: Das Zelt wird, natürlich ohne Befestigung durch Heringe, im Wohnzimmer oder Kinderzimmer aufgestellt. Hierbei können große und kleine Familienmitglieder helfen. Hinein kommt alles, mit dem man es sich auch auf einem echten Camping-Ausflug gemütlich machen kann. Um eine wohlige Lagerfeueratmosphäre zu schaffen, können nun die leeren Küchenrollen vor dem Zelteingang zu einem Lagerfeuer aufgeschichtet werden. Platziert man ein oder mehrere LED-Teelichter in der Mitte der Rollen, flackert das improvisierte Feuer behaglich und so können in besonderer Stimmung Bücher vorgelesen, gepicknickt oder Musik gemacht werden.

6. Eigene Knete herstellen

Idee: Mit Selbstgemachtem spielt es sich doch am Besten.

Gebraucht wird: 400 Gramm Weizenmehl 405er, 200 Gramm Kochsalz, 2 EL Zitronensäure aus der Drogerie, halber Liter kochendes Wasser, 2 EL Öl und Lebensmittelfarbe.

Ausführung: Mehl, Salz, Zitronensäure und die Lebensmittelfarbe in einer tiefen Schüssel vermischen. Das kochende Wasser nach und nach hineingießen und mit einem Handrührgerät verrühren. Hierfür empfehlen sich Knethaken. Dazwischen das Öl hinzugeben. Alle Zutaten richtig gut vermengen und anschließend nochmal mit den Händen (bitte nur Erwachsene, da der Knet-Teig sehr heiß ist!) durchkneten. Wenn die Knete abgekühlt ist, können alle Familienmitglieder loskneten und ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

7. Kegeln

Idee: Holt die Bowlingbahn doch einfach nach Hause und fördert damit spielerisch die Hand-Augen-Koordination.

Gebraucht wird: Neun leere Plastikflaschen, ein mittelgroßer Ball, Washi-Tape oder Kreppband.

Ausführung: mit Washi-Tape oder Kreppband wird auf dem Fußboden eine kurze Kegelbahn aufgeklebt. Punkte oder Kreuze aus dem Tape markieren die Positionen, auf der die leeren Plastikflaschen als Kegel am Ende der Kegelbahn aufgebaut werden. Nun darf sich der erste Spieler am Anfang der Kegelbahn aufstellen und mit dem Ball versuchen, die Plastikflaschen-Kegel umzuwerfen. Für kleinere Kinder empfiehlt sich ein kurzer Abstand zu den Kegeln. Als Spielidee für größere Kinder können unter die Kegel auch Memory Karten gelegt werden und so Pärchen erkegelt werden.

8. Kruschtel-Sack

Idee: Alltagsgegenstände und Lieblingssachen mal anders wahrnehmen. Version für ganz Kleine: Ausräumen und erforschen.

Gebraucht wird: Turnbeutel mit Kordel oder Stofftasche und Schnur, ungefähr fünf bis zehn Gegenstände. Zum Beispiel: kleines Buch, Ball, Bauklötze, Schneebesen, Löffel, Tierfigur.

Tipp: lange nicht mehr bespielte Gegenstände können so ein Comeback erleben.

Ausführung: In den Turnbeutel oder die Stofftasche werden ein oder gleich mehrere Gegenstände gepackt. Oben wird bis auf eine handbreite Öffnung die Kordel zugezogen oder die Stofftasche mit einer Schnur verknotet. Jeder Mitspieler darf nun in die Tasche fassen und innen einen Gegenstand auswählen, ertasten und beschreiben, wie er sich anfühlt. Die anderen dürfen raten.

Für ganz kleine Kinder ist es bereits spannend, die Kordel oder die dann leicht verknotete Schnur aufzuziehen, den Kruschtel-Sack auszuräumen und die Gegenstände anschließend zu erforschen. Hier können Mama und Papa oder ältere Geschwister auch helfen, indem sie die Gegenstände beschreiben und benennen.

9. Neue Wachsmalstifte

Idee: Alten und zu kurzen Wachsmalstiften neues Leben einhauchen.

Gebraucht wird: aussortierte Wachsmalstifte, ofenbeständige Silikonform für Bonbons oder Seife (zum Beispiel in Blumen- oder Roboterform), Backofen, Spitzer.

Ausführung: Verschiedene Brösel von den aussortierten Wachsmalstiften werden in die einzelnen Formen der Backform gefüllt. Dazu einfach die Wachsmalstifte spitzen und die Brösel auffangen. Dann darf die Form für 15 Minuten bei 200 Grad in den Backofen. Sobald die Form ausgekühlt ist, können die neu geformten Wachsmalstifte herausgelöst werden und die Kinder mit den eigenen Stiften frische Meisterwerke erschaffen.

10. Schüttelbilder

Idee: Malen mit Bewegung-

Gebraucht wird: Papier, flüssige, ungiftige Farbe (am besten eignet sich Fingerfarbe), Brotdose oder Ähnliches, eine Handvoll Murmeln, Löffel, Schere, Klebeband oder Klebestift, Musik.

Ausführung: Das Papier so zurechtschneiden, dass es in die Brotdose geklebt werden kann. Nun mit dem Löffel verschiedene Farbklekse auf das Papier geben und die Murmeln dürfen auch in die Dose. Nun wird die Brotdose verschlossen und die Musik angemacht. Auf den Rhythmus der Musik kann nun die Dose geschüttelt werden. Sobald das Lied vorbei ist, kann das Schüttel-Meisterwerk aus der Dose herausgenommen und bewundert werden. Es empfiehlt sich, das Bild vor dem Aufhängen oder Weiterbasteln gut trocknen zu lassen.

Erprobter Zusatz-Tipp für ganz kleine Kinder: Einen Tischtennisball in einem Schneebesen "verstecken" und rausholen lassen. Das kann ein Krabbelkind ganz schön lange beschäftigen.

Mehr zum Thema: