Zwölf Saiten auf 800 Ohren

Andrea

Ezio Lunedei und Mark Fowell aus Cambridge haben gestern abend im Jazzhaus ihren Ruf als ansprechende Sänger und Liedschreiber verteidigt.

„Seit zehn Jahren komme ich nach Freiburg. Heute regnet es zum ersten Mal, sonst war immer Sonnenschein“, sagt Ezio während dem Konzert.


Das schlechte Wetter ist für die fast 400 Besucher im Jazzhauskeller natürlich kein Grund, auf Ezios musikalisches Können zu verzichten. Die Fans, größtenteils ab 25 Jahren aufwärts, bestechen durch außergewöhnliche Textsicherheit.

In den ersten Reihen singt man lauthals mit, Auftrieb für die Stimmung. Ezio macht leider ein wenig zu viel Werbung fürs neue Album "Ten thousand bars". Jede sich bietende Gelegenheit nutzt er, um auf den möglichen Erwerb dieser CD aufmerksam zu machen. Mehr oder minder charmant schleimt sich Ezio bei den Geldbeutelinhabern ein und lobt die Zuhörer als das Beste Publikum seit Jahren.



Die neuen Songs sind im Vergleich zu den älteren etwas langsamer. Kuschelvorlagen. Bei den Soli schaffen es Ezio und Booga hingegen, das Auditorium mit Schmackes zu gitarrifizieren.

Nach zwei Stunden und zweimaliger Zugabe dann der obligatorische Abschluss mit „The further we stretch“. Mit einem Tick weniger Marketing wäre der Abend perfekt gewesen.