Zwei Überfälle in einer Nacht - Täter bedrohte Opfer mit Messer

Joachim Röderer

Ein Opfer wurde gar gezwungen, am Bankautomaten Geld abzuheben: Zwei unbekannte Männer haben in der Nacht zum Mittwoch bei zwei Überfällen Passanten mit einem Messer bedroht und Handys und Bargeld erbeutet.

Der erste Überfall ereignete sich kurz nach Mitternacht im Seepark beim Rosengarten. Zwei Männer im Alter von 18 und 27 Jahren wurden von zwei bislang unbekannten männlichen Tätern unter Drohung mit einem Messer dazu aufgefordert, Handy und Bargeld herauszugeben.


Einer der Täter verlieh der Drohung mit den Worten "sonst steche ich euch ab" Nachdruck, die beiden Opfer gaben ihre Handys an den Unbekannten, während sie ihm versicherten, kein Bargeld dabei zu haben. Der zweite Täter stand zum Tatzeitpunkt etwa zehn Meter teilnahmslos vom Geschehen weg. Die Räuber gaben sich mit der Beute zufrieden und flüchteten mit ihren Fahrrädern in östliche Richtung in die Grenzstraße. Verletzt wurde keiner der beiden jungen Überfallenen.

Opfer hunderte Euro Bargeld abzuheben

Etwa fünf Stunden später, gegen 04.55 Uhr, ereignete sich ein weiterer ähnlicher Vorfall im Stühlinger. Ein 20-jähriger Mann passierte die Güterbahnbrücke aus Richtung Lehener Straße in Richtung Ferdinand-Weiß-Straße, als dieser plötzlich von einer männlichen Person angesprochen wurde, der wie der Haupttäter aus dem Vorfall im Seepark beschrieben wurde.

Unter Vorhalt eines Messers forderte der bislang unbekannte Täter von dem jungen Mann die Herausgabe dessen Handys und Bargeld. Anschließend setzte er sich auf den Gepäckträger des 20-Jährigen und forderte diesen auf, zur Bank zu fahren, um Geld abzuheben.

Dieser Aufforderung kam der 20-Jährige nach und hob eine Bargeldsumme von mehreren hundert Euro ab und übergab sie dem Täter. Der Unbekannte flüchtete daraufhin zu Fuß. Das Handy konnte der 20-Jährige schlussendlich behalten.

Polizei sucht nach Zeugen

Auf Grund der Täterbeschreibung und der ähnlichen Ausführung der Tat wird davon ausgegangen, dass es sich in beiden Fällen um den gleichen Täter handeln könnte.

Der Haupttäter wird wie folgt beschrieben: Er sei etwa 17 bis 25 Jahre alt, etwa 175 bis 180 Zentimeter groß, dunkle kurze Haare mit Undercut, auffällig vorstehende Augen, sowie eine schlanke Statur mit einem leichten Bauchansatz. Während der Tat trug er ein rot-schwarz kariertes langärmliges Hemd sowie schwarze Jeans und dunkle Halbschuhe. Des Weiteren sprach er mit deutlichen rollendem "R" mit ausländischem Akzent. Das im Seepark mitgeführte Fahrrad war dunkel. Der zweite Täter der ersten Tat konnte nicht beschrieben werden.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Freiburg unter 0761.8825777 zu melden.