Baupanne bei Rastatt

Zugbetrieb auf der Rheintalbahn läuft nach sieben Wochen Sperrung wieder

dpa

Nach sieben Wochen Sperrung ist die Rheintalbahnstrecke wieder geöffnet: Seit Montag fließt der Bahnverkehr weitgehend normal. Ursache für die Sperrung war eine Panne beim Bau eines Tunnels bei Rastatt gewesen.

Auf der sieben Wochen lang gesperrten Rheintalbahnstrecke rollen die Züge seit Montag fast wieder im normalen Betrieb. Bis zu 180 Güterzüge seien an Spitzentagen bereits wieder angemeldet, teilte die Deutsche Bahn mit. "Seit Betriebsstart in der Nacht um 0.01 Uhr verläuft der Bahnverkehr reibungslos."


Der Frankfurter Logistikdienstleister Kombiverkehr, der für Speditionen und Transportunternehmen Güter auf die Scheine bringt, sprach ebenfalls von einer Normalisierung. "Alle Züge, die wir sonst im Programm haben, fahren wieder", sagte ein Unternehmenssprecher.

Der Feiertag am Dienstag, 3. Oktober, an dem viele Terminals zum Warenumschlag geschlossen seien, sorge dafür, dass der Güterverkehr auf der Schiene in dieser Woche ohnehin etwas langsamer wieder anlaufe - "eigentlich ein Vorteil nach dieser langen Sperrung", sagte er.

Auf Straßen wohl zum Wochenende Entlastung spürbar

Auf den Straßen im Südwesten machte sich die Wiedereröffnung der Rheintal-Strecke noch nicht so sehr bemerkbar. "Durch den Brückentag war es am Montag ohnehin eher ruhig", erklärte eine Sprecherin des Autoclubs ADAC Nordbaden dazu. Spätestens zum Wochenende hin werde man aber eine gewisse Entlastung sehen, wenn der Güterverkehr sich auf die Freigabe komplett eingestellt habe.

Die für den gesamten europäischen Bahnverkehr wichtige Nord-Süd-Verbindung war seit dem 12. August wegen einer Baupanne gesperrt. Damals hatten sich beim Tunnelbau bei Rastatt die Schienen abgesenkt, nachdem Wasser und Erdreich eingedrungen waren. Seither war der Bahnverkehr auf dem Streckenabschnitt unterbrochen.

Vor der Sperrung hatten täglich rund 130 Personenzüge und 200 Güterzüge die Strecke befahren. Nach der Havarie im Tunnel musste ein Teil des Güterverkehrs auf die Straße verlagert werden. Bis zu 30.000 Reisende mussten täglich bis zu 450 Mal zwischen Rastatt und Baden-Baden hin und her gefahren werden, berichtete die Bahn weiter.

Die für den gesamten europäischen Bahnverkehr bedeutsame Nord-Süd- Verbindung war seit dem 12. August gesperrt. Damals hatten sich beim Tunnelbau für die Neubaustrecke die Schienen gesenkt, nachdem Wasser und Erdreich eingedrungen waren.

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