Zollitsch wird oberster Bischof der Republik

David Weigend

Robert Zollitsch ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Die katholischen Bischöfe und Weihbischöfe wählten den Freiburger Erzbischof zum Nachfolger von Karl Lehmann. Zollitsch ist damit oberster Repräsentant der 25,7 Millionen Katholiken in Deutschland. (Quelle: BZ online)

Die Wahl von Zollitsch ist eine Überraschung, da im Vorfeld der Münchner Erzbischof Reinhard Marx als großer Favorit gegolten hatte. Die meisten Stimmen in der geheimen Abstimmung bekam aber Zollitsch.


Papst Johannes Paul II. hatte den heute 69jährigen promovierten Theologen und damaligen Personalreferenten der Erzdiözese 2003 zum Freiburger Erzbischof und Nachfolger von Oskar Saier berufen, der aus gesundheitlichen Gründen das Amt niedergelegt hatte. Unter den deutschen Bistümern ist Freiburg mit rund 2,1 Millionen Katholiken das zweitgrößte nach dem Erzbistum Köln. Erzbischof Zollitsch ist der 14. Amtsinhaber, seitdem Freiburg im 19. Jahrhundert Bischofssitz wurde.

Als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist Erzbischof Zollitsch Sprecher aller rund 60 deutschen Bischöfe.

Sein Vorgänger, der Mainzer Bischof Karl Kardinal Lehmann, hatte den Vorsitz nach über zwanzig Jahren aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben. Vor seiner Berufung an die Spitze des Bistums Mainz 1983 war er Professor an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg.

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