Plagiat

Zoll stoppt falschen EM-Pokal auf dem Weg nach Freiburg

dpa

Zöllner haben am Flughafen Köln/Bonn ein Paket mit einem gefälschten EM-Pokal aus dem Verkehr gezogen. Der Besteller des Pokals kommt aus Freiburg. Wird er nun für den Kauf der Fälschung bestraft?

Laut Warenschein sollte die größere Sendung aus Shanghai Plastik-Accessoires im Wert von nur fünf Euro erhalten. Das machte die Zollbeamten misstrauisch, sie schauten genauer nach und entdeckten die Trophäe.


"Das Plagiat sieht auf den ersten Blick täuschend echt aus und glänzt wie der richtige Coupe Henri Delaunay, sagte ein Sprecher des Hauptzollamtes am Donnerstag. Allerdings sei die Fälschung nicht aus Silber, sondern aus einem Kunststoff-Gips-Gemisch. Gewicht: Drei, bis vier Kilogramm.

Kopien müssen deutlich gekennzeichnet sein

Ob den Besteller des Pokals aus Freiburg nun eine Strafe erwartet, ist nicht klar. Das müsse die Uefa entscheiden, die das Patent an dem Originalpokal habe. "Als Rechteinhaber könnte sie gegen den Mann vorgehen", so der Zollamts-Sprecher .

Im Internet sind Nachbildungen vom EM-Pokal zuhauf bestellbar. Die Uefa hat allerdings festgelegt, dass Kopien der Trophäe maximal vier Fünftel der Originalgröße aufweisen dürfen und deutlich die Aufschrift "Replika" tragen müssen.

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