ZMF 2014: Das ist das Programm

Manuel Lorenz

Viel Weltmusik, viel Jazz: Das ZMF 2014 konzentriert sich zwar auf seine Stärken, hat aber für Rapper, Raver und Rocker zumindest jeweils eine interessante Veranstaltung in petto. Das Programm:



Gregory Porter und Milky Chance: Die beiden Konzerte im Zirkuszelt, die das ZMF 2014 eröffnen und beschließen, deuten an, in welche Richtung sich das Programm in diesem Jahr bewegt. Porter, internationale Jazz-Sensation, die auch Nicht-Jazzer begeistert, Milky Chance, deutsche Pop-Folk-YouTube-Starlets, die gerade auch viele andere große Bühnen bespielen. Dazwischen: sehr viele Acts, die aus dem diesjährigen Zelt-Musik-Festival ein typisches Zelt-Musik-Festival machen.


Was auffällt: Jazz im weitesten Sinne. Der Funk-Posaunist Trombone Shorty, der Deutsch-Swinger Roger Cicero, der Jazz-Klarinettist Perry Robinson, der Gitarrist und Sänger Raul Midón und der anscheinend-seit-neuestem-wieder-Jazzer Max Mutzke.

Dann: natürlich Weltmusik. ZMF-Dauerband Äl Jawala, die CubaBoarischen, ein LaBrassBanda-Verschnitt, der bayerische Blaskapellentradition mit Cha Cha und Co. vermengt, die Brass-Kombos Tante Frieda aus Südtirol und RasgaRasga, die Absurdistan-Popper Kadebostany, Wladimir Kaminer samt Russendisko. Der bayerische Folk-Pop von Django 3000 fällt mit seiner Mundart wahrscheinlich auch noch in diese Kategorie. Bei der norwegischen Folk-Rock-Band Katzenjammer wird's wahrscheinlich noch nicht mal mehr eine Abendkasse geben - zu groß ist die Nachfrage.

Neu ist die ZMF-Gala "Fiesta Latina", die zwei Wochen nach der Fußball-WM in Brasilien latein-amerikanische Klänge ins Zirkuszelt bringen will. Sie wird anstelle der Night of the Gipsies veranstaltet - nicht, weil letztere im vergangenen Jahr gerüchtehalber nicht ganz so viel Zuspruch bekommen hat wie sonst, sondern weil man nicht voraussehbar werden wolle, so ZMF-Booker Dieter Bös. Einen Abend widmet das ZMF heuer dem Spagat zwischen Klassik und Tango, womit man an Mozarts Morgenlandfahrt im vergangenen Jahr anknüpfen will.

Ein großer Coup, den man genremäßig nur schwer einordnen kann, ist Universalgenie Dieter Meier von Yello, der auch noch in der Intimität des Spiegelzelts auftreten wird.



Hiphop-mäßig hat das ZMF 2014 mit dem Konzert von Marteria im Zirkuszelt einen Glücksgriff gelandet. Mit Samy Deluxe, der zusammen mit Irie Révoltés auftreten wird, setzen sie auf Altbewährtes, das Live aber immer zu überzeugen wusste; in dieselbe Sparte fällt der deutsche Reggae-Sänger Gentleman.

Auch in Sachen Deutschrock setzt das ZMF dieses Jahr auf Unspektakuläres: Die Sportfreunde Stiller kommen ins Zirkuszelt - wer Karten haben will, sollte sich beeilen -, und Judith Holofernes stellt ihr Soloprojekt vor. Deutsch singen auch noch Rainald Grebe und Axel Prahl; komplizierte Mädchenmusik mit Gitarre macht Wallis Bird aus Irland. Nicht kompliziert aber ein Mädchen ist auch die Britin Birdy, die im Zirkuszelt Musik machen wird.

Nicht zuletzt sei noch ZAZ aus Frankreich erwähnt. Auch bei ihr empfiehlt Dieter Bös vom ZMF, das Ticket nicht an der Abendkasse erstehen zu wollen. Elektronischer Clubmusik widmet sich lediglich Rainer Trüby mit einer Spezial-Ausgabe der Root Down. Er hat seinen Compost-Kumpel Kalabrese ins Spiegelzelt eingeladen.

ZMF 2014: Das Programm

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Zum Vergrößern bitte klicken! (Stand: 18. März 2014)

Mehr dazu:

Was: Zelt-Musik-Festival 2014
Wann: Mittwoch, 16. Juli bis Sonntag, 3. August 2014
Wo: ZMF-Festivalgelände auf dem Mundenhof
Ticketvorverkauf: Hat für viele Konzerte bereits begonnen; Alle Konzerte gehen spätestens am 22. März in den Vorverkauf