ZMF 2011: Das Programm steht

Manuel Lorenz

Das Programm für die 29. Auflage des Zelt-Musik-Festival steht. Heute Mittag gaben die Veranstalter das Programm bekannt. Auf dem Festivalgelände am Mundenhof treten in diesem Jahr unter anderem mit Bryan Ferry, Bonaparte und Katzenjammer auf.



Das ZMF bleibt sich treu: Auch 2011 präsentiert es ein Programm, das möglichst jeden Geschmack bedient. Geändert haben sich im Vergleich zum letzten Jahr vor allem die Rahmenbedingungen: Die Konzerttickets gelten gleichzeitig als Fahrkarten für den gesamten Bereich des RVF, und in Zusammenarbeit mit der Badenova versucht man, Schritt für Schritt die CO2-Emission des Festivals zu minimieren.


Mit Bryan Ferry holt das ZMF eine "lebende Legende" nach Freiburg, wie Festival-Booker Dieter Bös nachdrücklich betont. Dem ist nichts hinzuzufügen, wurde Ferrys neues Album "Olympia", mit dem er auch bei uns vorbeschauen wird, von den Kritikern doch einstimmig gelobt. Die einzige Frage, die im Raum steht, ist, in welchem Outfit der bekennende Dandy auftreten wird.



Abgesehen von Ferry erfreuen vor allem die Bookings von Bonaparte und Katzenjammer. "Bonaparte wollten wir schon letztes Jahr haben, da hat es aber nicht geklappt", sagt ZMF-Gründer Alexander Heisler. Dafür waren die Wahl-Berliner letztes Jahr in der ausverkauften MensaBar. Wer damals keine Karte mehr bekam, hat noch einmal die Chance, die Band - stilecht - im Zirkuszelt zu erleben.

Auch die Verpflichtung der skandinavischen Band Katzenjammer überrascht positiv. Das Konzert vor zwei Jahren im Waldsee endete aprupt und schreckhaft, als eine der vier Musikerinnen zusammenbrach und hyperventilierte. Seltsam nur, warum die Mädels im klein bemessenen Spiegelzelt auftreten: Sicher würden sie wohl auch das Zirkuszelt voll kriegen. Außerdem toll: der Niederländer Hamel, der US-amerikanische Singer-Songwriter Iron and Wine und die populären Rockabilly-Jungs von The Baseballs. Ein wenig enttäuschend fällt hingegen die Hiphop-Sparte aus: Der einzige Act dieser Musikrichtung ist Samy Deluxe, der mittlerweile sogar ins kleine Zelt verbannt wurde. Was Reggae angeht, konnten Irie Révoltés aus Heidelberg gewonnen werden.

Die Night of the Gipsies wird heuer durch eine A-cappella-Nacht ersetzt, "um das ZMF nicht so voraussehbar zu machen", wie Bös kommentiert; dennoch ist auch dieses Jahr wieder viel interessante bis große Weltmusik zugegen, so etwa Giora Fiedmann, Grand Orient, Ganes und Hazmat Modine sowie der Geheimtipp Orquestrada aus Portugal, welche die iberische Tradition mit "tanzbaren Beats" (Heisler) kombinieren und beweisen, "dass es in Portugal nicht nur Fado gibt" (Bös).

Die Klassikmatinee bestreitet der junge Pianist Moye Kolodin, der gleichzeitig diesjähriger ZMF-Preisträger ist. Moye ist Sohn der Freiburger Klavierprofessorin Elza Kolodin, hat gerade in Paris ein Meisterexamen hingelegt und lebt jetzt in Berlin.

Der Kartenvorverkauf beginnt am Samstag, 26. März 2011.

Das ZMF-Programm

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Mehr dazu:

Was: ZMF 2011
Wann: Mittwoch, 29. Juni bis Sonntag, 17. Juli 2011
Wo: Festivalgelände am Mundenhof
Vorverkaufstart: Samstag, 26. März 2011
BZ-Tickethotline: 0761/496-8888   [Bild 1: Klaus Polkowski; Bild 2: Promo]