Zivilcourage ohne erhobenen Zeigefinger

Felix Lüttge

Ein Betrunkener belästigt in der Straßenbahn eine Gruppe von Kindern; in der Linie 5 zieht ein Jugendlicher im Streit ein Messer; ein Mädchen wird von einem Mann bedrängt. Zivilcourage, ja, aber: Was tun? Ein Wettbewerb des Vereins Kinderstadt Freiburg e.V. soll Kinder und Jugendliche für brenzlige Situationen in Bus und Bahn stärken.



Diese drei realitätsnahen Situationen stehen im Zentrum des Kreativ-Wettbewerb "Stark und Fair. Begegnungen in Bus und Bahn", den der Verein Kinderstadt Freiburg e.V. ausgerufen hat.


Was tut man, wenn man Zeuge einer solchen Begebenheit wird? Wegschauen oder handeln? Hilfe holen oder selbst die Initiative ergreifen?

Dieser Frage sollen sich Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren im Wettbewerb mit kreativen Mitteln widmen.
Dabei werden ihnen keine Grenzen gesetzt: Egal ob mit Film, Text, Bild oder etwas ganz anderem, alle kreativ dargestellten Lösungswege sind willkommen. Auch Schülergruppen und Schulklassen können gemeinsam am Wettbewerb teilnehmen.

Hinter dem Wettbewerb steht die Frage, wie es um die Gewaltbereitschaft in Freiburgs öffentlichen Verkehrsmitteln bestellt ist. Werden Kinder und Jugendliche in Freiburg dort regelmäßig mit Gewalt konfrontiert? Der ausrichtende Verein, in dem auch die Freiburger VerkehrsAG (VAG) und das Kinderbüro der Stadt Freiburg vertreten sind, möchte die jungen Bürger außerdem zu mehr Zivilcourage ermutigen, "ohne mit dem Zeigefinger zu wackeln", so Vereinsvorsitzende Michaela Moser.

Auch die Freiburger Polizei und der SC Freiburg unterstützen den Wettbewerb.

Als Preise winken unter anderem eine Fahrt mit dem VAG-Partywagen, Kinokarten, Buchpreise und SC-Eintrittskarten. Die Kreativ-Beiträge sollen im nächsten Jahr im Rahmen einer Dokumentation veröffentlicht werden. Einsendeschluss ist der 31. August.

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Kinderstadt Freiburg "Stark und Fair":
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