Zimmergelegenheit.de: Hast du ein Zimmer frei?

Adrian Hoffmann

Zu Gast bei fremden Freunden: So könnte das Motto von http://www.zimmergelegenheit.de lauten, einer Website aus Freiburg, über die sich kurzfristig Zimmersuchende und -bietende schnell und unkompliziert finden und für eine oder mehrere Nächte beieinander einbuchen können.

  Zu Gast bei fremden Freunden: So könnte das Motto von www.zimmergelegenheit.de lauten, einer Website aus Freiburg, über die sich kurzfristig Zimmersuchende und -bietende schnell und unkompliziert finden und für eine oder mehrere Nächte beieinander einbuchen können.  

  Christine Sobolewski, 26, hatte schon öfter das Problem, in einer großen Stadt am Flughafen oder am Bahnhof zu stehen und nicht zu wissen, wo sie diese Nacht schlafen wird. Während ihres Jurastudiums, das sie gerade abgeschlossen hat, arbeitete sie nebenher als Messehostess - eine anstrengende Sache, vor allem, wenn man kein Geld für teure Hotels ausgeben will. So kam sie auf die Idee: Das müsste billiger gehen. Es gibt genügend Menschen in Großstädten, die genügend Platz zur Verfügung haben und sich auch mit einem Zehner zufrieden geben.   Heraus kam deshalb eine Mischung aus Mitfahrgelegenheit und Hospitalityclub. An Mitfahrgelegenheit erinnert das Konzept ganz einfach deshalb, weil für die angebotenen Zimmer Geld verlangt wird, sozusagen als Aufwandsentschädigung, wie bei Mitfahrgelegenheit eben die Spritkosten geteilt werden. Und Ähnlichkeit mit dem Hospitalityclub hat Zimmergelegenheit, weil die Grundidee dieselbe ist: fremden Menschen kurzfristig ein Zimmer bieten. Nur geht es eben nicht vordergründig um interkulturellen Austausch, sondern, wie Christine sagt: “Es geht ganz nüchtern um die Unterkunft.”   Die Idee war schnell umgesetzt: Christines Freund Jan Moehrke, 23, hat die Website zusammen gebastelt, und seit einem Monat ist sie online. Die Userzahlen sind noch überschaubar, werden sie vielleicht auch bleiben, erst knapp 1200 Besucher waren bisher auf der Seite, aber Christine ist es einen Versuch wert. Vor kurzem ist sie mit ihrem Freund quer durch Deutschland gereist, und das hat sie natürlich dazu genutzt, um ordentlich Werbung zu machen. Mund-Propaganda, darauf setzt sie; dass es Freunde ihren Freunden erzählen, und auf die Zettel, die sie unter anderem an der PH in Freiburg ausgehängt hat.   Wie beim Hospitalityclub ist Christine mit ihrer Zimmergelegenheit eine gewisse Absicherung wichtig, weshalb man sich registrieren muss. Ausführliche Profilbeschreibungen gibt es allerdings keine. “Mir ist ganz wichtig, dass nicht irgendwelche Singlemänner über die Seite auf der Suche nach Frauen sind”, sagt Christine. Was hinter dem ganzen Vorhaben steckt, ist ganz simpel: Es soll spontanen Reisenden eine spontane Unterkunft ermöglichen. Wenn dieses Angebot so stark gefragt, dass man mit ein bisschen Werbung noch dazu Geld verdienen kann, soll es Christine recht sein. Sie hat ja auch viel Aufwand mit dem Projekt.