Zieht das Artik ins ADAC-Gebäude am Karlsplatz?

Gina Kutkat

Langsam wird's eng: Ende des Jahres muss das Jugendkulturzentrum Artik aus den jetzigen Räumlichkeiten unterm Siegesdenkmal ausziehen. Die Standortsuche gestaltet sich als schwierig, doch eventuell entpuppt sich das ehemalige ADAC-Gebäude als potentielle Unterbringung. Was sagen die Artik-Mitarbeiter dazu?



Mit Neuigkeiten meldet sich das Artik aus der Sommerpause zurück. Schon lange steht fest, dass das Jugendkulturzentrum Ende des Jahres aus der Siegesdenkmal-Unterführung raus muss, um der neuen Stadtbahn zu weichen.


Nun ist als potentieller Kandidat das ehemalige ADAC-Gebäude am Karlsplatz im Gespräch. Damit sind die Möglichkeiten aber auch bald erschöpft.

Bereits im Juli erreichte OB Dieter Salomon und Bürgermeisterin Gerda Stuchlik eine Anfrage der SPD-Gemeinderatsfraktion. Darin ging es um vier potentielle Unterbringungsmöglichkeiten für das Artik - mit der Bitte um Prüfung.

"Aufgrund der Dringlichkeit und der bisher fehlenden Alternativen zum aktuellen Standort Siegesdenkmal halten wir es für angezeigt, jede potenzielle Räumlichkeit zu untersuchen", steht es in dem Brief, der der fudder-Redaktion vorliegt. Die vier Vorschläge der SPD:
  • Das ehemalige ADAC-Gebäude am Karlsplatz
  • die alte Stadthalle
  • das Amt für öffentliche Ordnung an der Johanneskirche
  • die Bußgeldbehörde und Gemeindevollzugsdienst an der Schlossbergnase
"Drei der vier Vorschläge kommen für uns momentan nicht in Frage", sagt Parwaneh Mirassan, verantwortlich für die Pressearbeit des Artik. Die alte Stadthalle sei für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehen, die Bußgeldbehörde wisse selbst noch nicht, wann sie ausziehen wird und das Amt für öffentliche Ordnung in der Basler Straße soll ebenfalls für Flüchtlinge genutzt werden.

Mal ganz davon abgesehen, dass die letzten beiden Vorschläge von den Räumlichkeiten nicht gerade zu einem Jugendzentrum passen. Trotzdem halten die Artik-Verantwortlichen Augen und Ohren weiter auf und bleiben auch am Schlossbergnase-Standort dran.

Bleibt noch das ehemalige ADAC-Gebäude am Karlsplatz, das der Freiburger Stadtbau gehört. Aktuell ist dort das Produktionsbüro des Freiburger Tatorts untergebracht, allerdings nur vorübergehend.

Wenn die Räume wieder leer stehen, muss über eine neue Nutzung nachgedacht werden. Die Freiburer Stadtbau wollte das Objekt ursprünglich für ein zentrales Mieterbüro nutzen. Nachdem sich Mieter jedoch skeptisch geäußert hatten, war die Nutzungsfrage wieder offen.



"Das ADAC-Gebäude liegt zentral, das finden wir gut", sagt Parwaneh Mirassan. Aktuell steht der Artik-Vorstand mit der Stadt Freiburg im Gespräch, letzte Woche hat es bereits ein einstündiges Treffen mit Bürgermeisterin Gerda Stuchlik gegeben, bei dem die Standortfrage erneut diskutiert wurde.

"Das Objekt wurde noch einmal geprüft. Wir wurden von der Verwaltung informiert, dass ein Begehungstermin in Planung ist", so Mirassan.

Die Zeit für die Artik-Verantwortlichen rennt: "Wir stehen total unter Zeitdruck", so Mirassan. Trotzdem seien alle Artik-Beteiligten guter Dinge, da gerade wieder Bewegung in die Sache komme.

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  [Fotos:Michael Bamberge / Ingo Schneider / Thomas Kunz]