Zeitungslügen während der NS-Zeit

Hannah Allgaier

Das Projekt Weiße Flecken sucht Jugendliche, die Interesse an Journalismus und der Geschichte in der eigenen Umgebung haben. Die Nachwuchsjournalisten haben die nicht ganz einfache Aufgabe, im Archiv von Lokalzeitungen nach Falschmeldungen während der NS-Zeit zu recherchieren und die Wahrheit im Nachhinein darzulegen. Auch Zeitzeugen sollen interviewt werden.

Das journalistische Erinnerungsprojekt Weiße Flecken der Initiative step21 geht in die dritte Runde. Hierfür werden Jugendliche gesucht, die den Falschmeldungen ihrer Lokalzeitungen aus der NS-Zeit nachgehen und somit die weißen Flecken der Geschichte markieren. Die Herausgeber wollen ihre Zeitung auch mit Erinnerungen von lebenden Zeitzeugen füllen.

„Das Wichtigste ist, nicht wegzusehen. Mutig sein, den Mund aufmachen, die eigene Meinung vertreten!“, sagt Josefine Goldmann, 18 und Teilnehmerin am zweiten
Weiße-Flecken-Projekt.

Ab sofort können sich alle Teenager zwischen 15 und 20 Jahren aus Deutschland, Tschechien, Polen und Österreich für einen Platz bewerben. Aus Freiburg kam bislang noch kein Beitrag für diese Zeitung, weswegen die Organisatoren besonderes Interesse an Teilnehmern aus der Region haben.

Über 50.000 Exemplare der beiden ersten Zeitungen wurden bereits an Schulen, Museen und Gedenkstätten in allen beteiligten Ländern verteilt. Die dritte Weiße-Flecken-Zeitung wird im Juni 2009 in Berlin der Öffentlichkeit präsentiert.

Über step21:
Seit zehn Jahren bestärkt die gemeinnützige Initiative step21 Kinder und Jugendliche darin, Selbstbewusstsein und Rückgrat zu entwickeln, um gegen Unrecht, Diskriminierung und Gewalt aufzustehen und als Vorbild in unserer Gesellschaft zu wirken.

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