Unfall am Samstagmorgen

Zehn-Meter-Segelboot landet mitten in Freiburg auf drei geparkten Autos

Joachim Röderer

Ein Segelboot ist am frühen Samstagmorgen auf der B31-Stadtdurchfahrt von einem Bootsanhänger gerutscht und auf drei an der Straße geparkten Autos gelandet. Der Schaden geht in die Zehntausende.

Ungewöhnlicher Unfall mitten in Freiburg: Per Notruf wurde der Polizei am Samstagmorgen um 5.20 Uhr gemeldet, dass an der Schillerstraße ein Segelboot von einem Anhänger gefallen sei und nun auf einem geparkten Auto liegen würde.


Vor Ort stellten die Polizisten dann fest, was passiert war: Das 9,50 Meter lange und 2,5 Tonnen schwere Boot hatte sich durch einen unbekannten Defekt am Bootsanhänger gelöst. Das Boot war auf hohen Stelzen transportiert worden, möglicherweise hat eine dieser Stelzen nachgegeben.

Die Eigentümer mit Ulmer Kennzeichen waren die Nacht über aus Südfrankreich nach Deutschland gefahren. Über Hunderte von Kilometern hatte die Konstruktion also gehalten – bis zur Schillerstraße an der Dreisam. Das herabfallende Boot beschädigte zwei geparkte Wagen, ehe es letztlich auf einem roten Peugeot zu liegen kam. Vermutlich gibt es bei mindestens zwei Autos Totalschaden. Verletzt wurde bei dem Vorfall zum Glück niemand.

Grand Surprise auf der B31

"Wir dachten, wir sehen nicht richtig", meinte ein Anwohner, der verdutzt aus dem Fenster geschaut hatte, nachdem er durch den Polizeieinsatz wach geworden war. Um das Boot mit einem angeforderten Kran wieder auf den Hänger zu bugsieren, musste die Schillerstraße ab der Kreuzung Kaiserbrücke für längere Zeit gesperrt werden.

Heinz Haag vom städtischen Tiefbauamt regelte mit seinen Leuten die Umleitung. Auch er stand kopfschüttelnd an der Unfallstelle: "Sowas habe ich wirklich auch noch nicht erlebt", sagte er. Gegen 9 Uhr konnte das Segelboot, das übrigens den Typen-Namen "Grand Surprise" trägt, schließlich abtransportiert werden.

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