Wollen VWL-er und können Germanisten nicht wählen? Die Ergebnisse der Uni-Wahl sind da

Dorothea Winter

Wie jedes Jahr wurde Ende Juni an der Uni Freiburg gewählt. Neben den harten Fakten lieferten die Universitätswahlen auch amüsante Rahmeninfos. fudder hat die wichtigsten und witzigsten Infos für euch herausgesucht.

Können Germanisten nicht wählen?

Bei den Wahlen der Fachbereichsvertreter für den StuRa gibt es fast keine ungültigen Stimmzettel. Blättert man durch die Wahlbekanntmachung, steht bei fast allen Fachschaften "Ungültige Stimmen: 0". Bei fast allen. Der Fachbereich Germanistik sticht unschön hervor: Mit zwölf ungültigen Stimmzetteln führt er den Negativ-Rekord konkurrenzlos an.

Dicht gefolgt von Pharmazie mit fünf und Jura mit vier ungültigen Stimmen. Doch viel erstaunlicher ist ohne Frage die ungültige Stimme aus den Reihen des Fachbereichs Politikwissenschaft.

Nicht nur die Germanisten sollten sich nochmals die Infos zur Uniwahl zu Gemüte führen (hier kannst Du nochmal nachlesen, wie Du richtig wählst). Auch die Wirtschaftswissenschaften, Historiker und Mediziner können einige ungültige Stimmabgaben vorweisen.
  • Hierfindest Du die vollständige Bekanntmachung zum Ergebnis der StuRa Wahlen
Doch man urteilt vorschnell, vermutet man unbeholfene Erstis hinter den ungültigen Wahlzetteln. Vielleicht handelt es sich bei der ungültigen Stimmabgabe um den Ausdruck einer politischen Aussage.

Protestwähler legen durch das Nicht-Wählen oder das ungültige Wählen ihren Unmut in Bezug auf die Auswahlmöglichkeiten offen. Bekannt ist dieses Prinzip auch der breiten Masse bereits seit der letzten Bundestagswahl.

Die gewählten Initiativen des StuRa mit jeweils einem Sitz

  • Juso-HSG #1
  • Juso-HSG #2
  • Juso-HSG #3
  • Campus Grün
  • Bierrechte Uni FR (BUF)
  • RCDS I
  • RCDS II
  • Asoziales Netzwerk
  • HOCHSCHULGRUPPE (HSG)

Senats- und Fakultätsratwahl

Die Beteiligung an den Wahlen zum Senat lag bei etwa 13,5 Prozent. Damit ist eine leichte Steigerung von 2 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr zu vermerken. Doch trotz der Steigerung zeugt eine Wahlbeteiligung von nur 13 Prozent von höchstem unipolitischem Desinteresse. Wieso Freiburger Studenten nicht wählen, ist unklar. Schließlich kann man bei den Wahlen der verschiedenen Gremien-Mitglieder aktiv Einfluss auf das Unigeschehen nehmen. Und Verbesserungsvorschläge für den eigenen Studiengang oder formale Vorschriften der Hochschule, weiß schließlich jeder Student vorzubringen.

Die gewählten studentischen Mitglieder, die ab dem 1. Oktober im Senat sitzen werden, sind Katharina Krahé (Wahlvorschlag "BVS a"), Mira Kopp (Wahlvorschlag "campusgrün Freiburg"), Ines Frankenhauser (Wahlvorschlag "Juso-Hochschulgruppe") und Robin Eger (Wahlvorschlag "BVS b").
  • Hier findest Du die Ergebnisse der Uni Wahlen

Welche Fakultät hat die höchste Wahlbeteiligung?

Die höchste Wahlbeteiligung bei den StuRa-Wahlen hat die Fakultät für Mathematik und Physik mit 23 Prozent, dicht gefolgt von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät mit 20 Prozent. Die Schlusslichter bezogen auf die Wahlbeteiligung stellen die Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftliche Fakultät mit 7 Prozent und die Philologische Fakultät mit 8 Prozent dar. Dieser Trend ist nicht neu. Die Beteiligung an Uniwahlen waren schon immer sehr fachspezifisch beeinflusst.

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