Wohnungssuche: Mit diesen 7 Tipps überzeugst Du jeden Makler in Freiburg

Felix Klingel

Ein Wohnung in Freiburg finden nervt. Im schlimmsten Fall musst du dich gleichzeitig mit 20 anderen Verzweifelten beim Makler einschleimen. Mit diesen sieben Tipps von Freiburger Maklern hast Du trotzdem eine Chance.

Der Wohnungsmarkt in Freiburg ist hart umkämpft. Massencastings sind keine Seltenheit, auf eine Wohnung gibt es Hunderte Bewerber. Makler spielen dabei oft eine wichtige Rolle. Sie schlagen dem Vermieter meist nur die geeignetsten Mieter vor. Wie Du dabei bist? fudder hat Makler aus Freiburg gefragt.


1. Unterlagen mitbringen

Bring zur Besichtigung deine vorbereiteten Unterlagen mit. Besonders gerne gesehen: Selbstauskunft (Steckbrief), Gehalts- und Bonitätsnachweise, Empfehlungsschreiben vom Vorvermieter, Bürgschaft, Schufa-Auskunft.

Eine Art Bewerbungsmappe macht durchaus einen guten Eindruck, gerne mit Foto. Das ist besonders bei Massencastings wichtig: Solltest Du nicht gerade einen roten Iro tragen, wird sich der Makler kaum an euch erinnern. Es zählen also fast nur eure Unterlagen.

2. Die richtigen Fragen stellen

Interesse an der Wohnung zeigen ist prinzipiell gut. Fragen wie "Kann man an der Miete noch was machen?" oder "Ist die Wand da tragend?" gehören aber nicht zum Besichtigungstermin. Fragen über Nachbarn und Hausklima sind dagegen in Ordnung.

3. Die Makler nicht nerven

Auf eine Einzimmerwohnung in Freiburg bekommt ein Makler in einer Stunde etwa 100 – 150 Anfragen. Wer das Inserat gut liest, gleich alle geforderten Unterlagen schickt und keine Fragen stellt, die im Inserat offensichtlich beantwortet wurden, hat bessere Chancen. Denn er schont die Nerven des Maklers.

4. Schnell sein

Auf Grund der Masse an Anfragen stehen Inserate oft nur kurze Zeit online. Also aufmerksam mehrmals am Tag die gängigen Portale durchforsten und sofort bereit sein, Interesse anzumelden. Dazu gehört, auch die Unterlagen (Punkt 1) schon vorbereitet zu haben.

5. Richtig verhalten

Die Besichtigung ist ein Bewerbungsgespräch. Das heißt: Pünktlichkeit, angemessene Kleidung und freundliches Auftreten entscheiden über den ersten Eindruck. Und wie viel Chancen gibt es für den nochmal?

6. Transparenz zeigen

Nur zu erzählen, man könne sich die Wohnung leisten, bringt wenig. Ein Gehaltsnachweis ist da schon aussagekräftiger und zeigt, dass du nichts zu verbergen hast. Auch ein bestehender Schufa-Eintrag sollte nicht verschleiert werden. Es kommt ja doch alles raus.

7. Langfristige Pläne haben

Ein Makler sucht jemanden, der lange in einer Wohnung bleiben möchte. Wenn das der Fall ist, erzähle dem Makler davon! Wer nur einige Monate da ist, hat ziemlich schlechte Karten und sollte sich lieber nach einer Zwischen/Untermiete umschauen.
Wer bezahlt den Makler?
Seit Juni 2015 gilt in Deutschland das Bestellerprinzip. Das heißt: Wer den Makler beauftragt, muss ihn auch bezahlen. Das ist in den meisten Fällen der Vermieter, außer der Mieter beauftragt einen Makler explizit mit der Suche. Der Versuch über "Besichtigungsgebühren" oder "Vertragsfertigungsgebühren" trotzdem Geld vom Mieter zu verlangen ist gesetzlich nicht vorgesehen, wenn nicht sogar illegal. Ein seriöser Makler wird solche Gebühren nicht erheben.