Wölfe verpflichten Roman Kadera

Markus Hofmann

Spektakulärer Transfer der Wölfe Freiburg: Der Eishockey-Oberligist hat Roman Kadera (Foto) unter Vertrag genommen. Vor zwei Jahren stand der Tscheche, der inzwischen einen Hundesalon in Prag betreibt, schon einmal im Kader der Freiburger. Damals trennten sich die Wölfe vorzeitig von ihm. Die kuriose Begründung: Kadera sei unterfordert.

Nun wird der Stürmer Anfang März vor Beginn der Playoffs, in denen die Wölfe um den Aufstieg in die 2. Bundesliga kämpfen wollen, also ein zweites Mal ins Rothaus-Dress schlüpfen. Der technisch begnadete Kadera befindet sich schon seit einigen Wochen wieder in seiner Heimat im Training und absolviert derzeit ein Trainingsprogramm, welches in Abstimmung mit den Wölfen ausgearbeitet wurde und auch begleitet wird. fudder hatte bereits Anfang Januar prognostiziert, dass Kadera ein Kandidat bei den Wölfen ist.


Bei vielen Fans unvergessen ist ein Pokalspiel der Wölfe gegen die Berliner Eisbären, bei dem Kadera wiederholt Slalom mit dem Eisbären-Stars fuhr. Die Partie gegen den mehrmaligen DEL-Meister war übrigens das einzige Pflichtspiel, das Kadera für Freiburg absolvierte. Der bald 35-jährige Tscheche wechselte dann nach Rapperswil in die Schweizer Nationalliga A. In der Saison 2006/07 spielte Kadera beim HC Benesov (Tschechien). Seitdem ist er inaktiv und kümmert sich unter anderem um seinen Hundesalon in Prag.
Auszug aus der Pressemeldung der Wölfe vom 14.9.2005:

Die Wölfe Freiburg und Stürmer Roman Kadera haben sich darauf verständigt, den Spielervertrag für die Saison 2004/05 im gegenseitigen Einvernehmen aufzuheben. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war die beiderseits übereinstimmende Einschätzung, dass Roman Kadera nach seinen bisher gezeigten Leistungen in der 2. Bundesliga einerseits unterfordert ist, andererseits aber auch in der extrem jungen Freiburger Mannschaft aus taktischen Gründen eine Rolle spielen müsste, die es ihm nicht erlaubt, seine individuellen Stärken optimal umzusetzen. Dies könnte recht schnell zu Frustrationen führen, die weder im Interesse des Klubs noch des Spielers liegen würden. Für beide Seiten sinnvoller erscheint daher der Weg, frühzeitig Alternativen zu suchen.