Wölfe verlieren 3:6 und Torhüter Glaser

Dirk Philippi

Au Backe! Nach einer 3:6-Niederlage im zweiten Halbfinal-Duell gegen die Tölzer Löwen stehen die Wölfe erneut mit dem Rücken zur Wand. Vor heimischer Kulisse sahen die Freiburger gegen starke Oberbayern lange keine Sonne und verloren zudem noch Stammtorhüter Ronny Glaser mit einer Verletzung. Gegen die Spielwertung legte die Wölfe-Führung Protest ein. fudder hat für Euch zudem die Pressekonferenz mitgeschnitten.



Die Tölzer Löwen scheinen ungebremst Richtung Aufstieg zu marschieren. Hatte man gehofft, dass die Wölfe doch noch Kraftreserven mobilisieren können, so sah man sich heute Abend schnell eines Besseren belehrt. Die Wölfe verloren eine Vielzahl an Zweikämpfen, spielten wahre Fehlpass-Orgien und scheiterten zuletzt auch an einer alt bekannten Krankheit: Immer wieder versuchten es die Freiburger mit einem viel zu komplizierten Spiel, statt mit Verve und Direktheit. Nicht ohne Grund, ging gerade vom schnörkellosen Adam Spylo Gefahr aufs Tölzer Tor aus.


Während einige Leistungsträger nach den großen Leistungen im Viertelfinale plötzlich untertauchten, musste ein anderer gezwungener Maßen seinen Platz räumen: Stammtorhüter Ronny Glaser verließ nach dem zweiten Drittel das Freiburger Tor, wurde von Back-Up Benjamin Dirksen ersetzt und dürfte wohl auch kaum in die Serie zurückkehren.

Bereits zu Beginn der Hannover-Spiele ist es passiert, dass sich Glaser eine Verletzung am Oberkörper zuzog. Erst bekam man die schmerzhafte Blessur in der Rippengegend in den Griff, Glaser konsultierte einen Schmerztherapeuten und wurde fitgespritzt. Und heute nun das Fiasko: Bei einer schnellen Bewegung eskalierte der Schmerz und Glaser konnte sich nicht mehr zur Seite drehen - Blockade. Aufgrund der Schwere der Verletzung, über die aber niemand genauere Angaben machen wollte, da eine weitere Untersuchung abgewartet werden will, rechnet Wölfe-Coach Salmik jedenfalls nicht mit weiteren Einsätzen des Sachsen im Badener Gehäuse.

Und nochmal Torhüter: Nach Spielschluss verfassten die Wölfe-Verantwortlichen einen Zusatzbericht und legten Protest gegen die Spielwertung ein, da sie anzweifeln, dass der Tölzer Goalie Sebastian Vogl die vorgeschriebene Anzahl Spiele für Bad Tölz absolviert habe. Als Förderlizenzspieler muss Vogl in mindestens zehn Hauptrundenpielen eingesetzt worden sein (nur als Ersatztorhüter auf dem Spielberichtsbogen reicht hierbei nicht), um die Playoff-Spielberechtigung zu besitzen. Die Homepage der Ligaverwaltung erklärte den Protest bereits wenige Minuten nach Spielende für aussichtslos, da nach Überprüfung aller Spielberichtsbögen Vogl zehn Mal eingesetzt worden sein soll.

Derweil sollten sich die Wölfe nicht zu sehr auf einen Dresdner Halbfinalsieg und die somit eventuell erworbene Nachrücker-Berechtigung verlassen, sondern sich vielmehr fragen, ob die immense Kraftanstrengung gegen die Hannover Indians hinsichtlich des angepeilten Aufstiegs in die 2. Bundesliga am Ende gar umsonst gewesen sein sollte.

Eine Antwort auf diese Frage können die Wölfe-Cracks bereits am Dienstag in Bad Tölz beim dritten Spiel des Halbfinales geben.

Einen ausführlichen Spielbericht zur heutigen Partie bietet der Playoff-Blog auf BZ-Online.

Das nächste fudder-Playoffradio wird aus terminlichen Gründen erst am kommenden Freitag wieder senden können. Wir bitten um Eure Nachsicht.

Die Pressekonferenz: