Wölfe in der 2. Bundesliga! Peter Salmik: "Es ist noch nicht vollendet!"

Dirk Philippi

Vier Jahre lang taumelte das Freiburger Eishockey, stürzte in die Seile, ging zwischenzeitlich zu Boden und ist in der vergangenen Saison wieder aufgestanden. Knapp 20.000 Zuschauer pilgerten in sechs Playoff-Heimspielen in die Franz-Siegel-Halle und der Nachrücker-Aufstieg in die 2. Bundesliga ist seit gestern perfekt. Sportlich trägt das Comeback der Wölfe Freiburg einen Namen, den des Trainers Peter Salmik. fudder hat den 33-jährigen Slowaken interviewt.



Nachdem gestern die Kassel Huskies als Meister der 2. Eishockey-Bundesliga offiziell in die DEL aufgenommen wurden, gab es auch im Breisgau Grund zur Freude: Als (nach der Hauptrunde 2007/2008) besser qualifizierter Halbfinalunterlegener rücken die Wölfe Freiburg für die Huskies in die 2. Bundesliga nach.


Zum Aufstieg der Wölfe veröffentlicht fudder heute ein Interview mit Trainer Peter Salmik, das bereits vor sechs Wochen geführt wurde, aufgrund einer Pressesperre für den Erfolgscoach allerdings noch nicht frei gegeben worden war. Mit der gestrigen Pressemeldung der Wölfe wurden der Trainermaulkorb wieder aufgehoben und zudem weitere Spielerverpflichtungen für die nahe Zukunft angekündigt.

[Salmik-Interview vom 12.5.2008:]

Kennst Du König Midas?

Nein.

Der Sage nach wurde alles, was er berührte, zu Gold (…)

Die Frage schmeichelt mir, aber das ist wirklich nicht die Rolle, in der ich mich sehe.

Als Du Ende Oktober Cheftrainer der Wölfe wurdest, hattet Ihr fünf Punkte Rückstand auf einen Playoffplatz, mehr Niederlagen als Siege und genauso viele Tore kassiert wie geschossen. Nun stehen die Wölfe unmittelbar vor dem Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Was man nicht vergessen darf: Die ersten drei, vier Wochen waren schon wirklich hart. Alle dachten „Oh Gott, was wollen die denn jetzt mit dem Salmik?“ und die Mannschaft war zwar nicht in einem desolaten Zustand, aber die Chemie stimmte einfach nicht. Es hat viel, viel psychische Arbeit benötigt, die Jungs aufzurichten, Lockerheit in die Kabine zu bringen und das spielerische Element neu zu definieren.

Was Dir offensichtlich nachhaltig gelungen ist.

Nun ja, mit der Lockerheit in den Köpfen hat die Mannschaft angefangen zu siegen, und wie sehr sich das Team gefestigt hatte, sah man daran, dass die Jungs auch nach dem kurzzeitigen Ende der Siegesserie in Dresden nicht aufgehört haben, an sich zu glauben. Da gab es schon feuchte Augen, aber der Mannschaftsgeist war da, und so sind wir nicht an dieser Niederlage zerbrochen, wie es anderen vielleicht passiert wäre. Wir haben ja dann auch die vermeintlich unnötigen Niederlagen gegen Abschluss der Hauptrunde weggesteckt, als wir alle leicht geschockt waren, dass es plötzlich noch mal so eng wurde, und wir mit dem 2. Platz letztlich doch unser Primärziel erreichten.

Dann die unglaubliche Serie gegen die Indians.

Dass Hannover durch deren Durchhänger plötzlich unser Viertelfinalgegner wurde, hat uns erst überrascht, aber im Nachhinein haben diese Spiele uns allen sehr, sehr viel gegeben. Tom Hermann zum Beispiel hat mir noch vom Flughafen vor seinem Abschied eine SMS geschickt, in der er sich bedankt hat und meinte, dass er viel Freude hier gehabt habe und er die Spiele gegen die Indians niemals vergessen werden würde. Unter den gegebenen Vorzeichen haben wir mit der Mannschaft wirklich das Maximale herausgeholt.



Als Dein Name bekannt gegeben wurde, hagelte es, wie Du selbst sagst, zunächst reichlich Schmäh. Wie wohl die Spieler reagieren würden, wenn derjenige, der Ihnen vor der Saison noch die Ausrüstung übergab, nun ihr Trainer sei, rätselten viele. Hast du auch ein wenig gezweifelt wie es mit der Anerkennung sein würde?

Ich war durch meine Zeit als Spieler, in der ich nie ein besonders gutes Verhältnis zu Fans hatte, weil ich bei denen meist der Buhmann war, ja ein wenig vorbelastet. Aber ich habe mich auch weiterentwickelt und mich darauf eingestellt, dass es große Wellen schlagen würde, wenn mein Name bekannt gegeben wird – sowohl bei den Fans als auch bei den Spielern. Im Team hat mir dabei unser Kapitän Patrick Vozar sehr geholfen. Patrick hat sich wirklich als großartiger Sportsmann gezeigt und seine Mitspieler gleich zu Beginn aufgerüttelt, dass ich nun der Trainer sei und alle mitzuziehen haben, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Ich hatte danach wirklich zu keiner Zeit das Gefühl, dass ich von der Mannschaft nicht respektiert werde.

Aber am Kapitän allein kann es nicht gelegen haben. Wie hast Du die Spieler auf Deine Seite gezogen?

Ich denke, dass es eine Frage des Umgangs ist. Es ist wichtig, dass ich als Trainer fair und ehrlich zu den Jungs bin und Ihnen ins Gesicht sage, was ich denke, was einer anders machen soll, was ich an ihm gut finde oder auch warum einer mal nicht spielt. Man muss die Spieler wie normale Menschen behandeln und selbst nicht den großen Chef raushängen lassen. Ich glaube, dass es meine Spieler anerkannt haben, dass ich immer bemüht war, gerecht und offen zu sein und sie als gleichwertige Menschen gesehen habe.

Ein Viktor Tichonow (Startrainer der alten russischen Schule; Anm. d. Red.) würde bei diesen Worten leichten Hautausschlag bekommen.

Du musst als Trainer immer präsent sein, finde ich. Ich bin ein Teil des Teams und nicht der große General. Ich habe sogar immer in der gleichen Dusche wie die Jungs geduscht. Ich war immer in jeder Kabinenhälfte, habe mit allen gesprochen, geflachst und diskutiert. Der Kontakt war immer da – ohne diesen geht es nicht, vielleicht auch nicht mehr.

Trainer eines ehemaligen Teamkollegen zu werden, birgt das mehr Vorteile oder Nachteile?

Ein Nachteil ist es, dass vielleicht der ein oder andere meinen könnte, sich mehr herausnehmen zu dürfen, aber das ist bei uns nicht vorgekommen. Genauso wenig gab es Neid, dass ich eventuell jemanden bevorzugt hätte. Das alles ist bei uns kein Thema gewesen, weil alle ab und an ihren Rüffel bekommen haben. Petr Mares zum Beispiel hat erstmal geschluckt, als ich ihn heftig kritisiert habe, aber auch er hat es dann schnell verstanden, dass es zum Wohle der Mannschaft war. Also die Vorteile überwiegten deutlich, weil man sich einfach besser kannte und so auch besser aufeinander eingehen konnte.

Welche Rolle spielten die Verpflichtungen von Kucharchik, Kadera, Hoffmann und Spylo rückblickend?

Wenn sie nicht gekommen wären, dann hätten wir um den Abstieg gespielt.

Sergej Svetlov hatte nach seiner Entlassung moniert, dass er diese Möglichkeit nicht bekommen habe.

Gut, aber er hatte sich diese Mannschaft - ohne die Neuverpflichtungen - ausgesucht. Er war davon überzeugt, dass das Team stark genug sei, um in der Oberliga zu bestehen. Und ich glaube nicht, dass er diese quasi ausrangierten Spieler hätte haben wollen. Man darf nicht vergessen, dass es ja schon auch Risikoverpflichtungen waren.

Das Risiko hatte sich soweit gelohnt, dass Du nach Spiel 6 in Hannover tanzend auf dem Eis gefeiert hast.

So etwas hatte ich noch nie erlebt. Ich dachte, ich könnte die Welt erobern, hatte überall Gänsehaut und hätte am Liebsten einen Striptease hingelegt. Dabei wurde mir das ja auch wieder vorgeworfen, aber es hat auch gezeigt, dass ich wirklich ein Teil der Mannschaft war.

Den direkten Aufstieg habt ihr dann durch vier recht deutliche Niederlagen gegen Bad Tölz verpasst. In welchen Aspekten waren die Bayern besser – den viel zitierten Kräfteverschleiß durch die Hannover-Serie einmal ausgeklammert?

Ich denke, Bad Tölz hatte in den Spielen gegen uns die ausgeglicheneren Reihen. Man muss ehrlich sagen, dass sie in Punkto Schnelligkeit, Kraft, Erfahrung und Verständnis einfach das bessere Team waren. Deren Athletik und Speed war schon beeindruckend und außerdem dachte man, dass sie bereits vier, fünf Jahre so zusammenspielen würden. Wir werden aber daraus lernen und ich werde das diesjährige Sommertraining auch ganz gezielt auf Ausdauer und Kraft ausrichten. Dabei, das will ich nochmals betonen, habe ich die Mannschaft nicht in einem schlechten Zustand übernommen, aber ich werde nun ein paar Dinge anders machen.

Womit wir bei der aktuellen Situation wären. Von bislang 17 Spielern im Kader kommen lediglich zwei Akteure von anderen Vereinen.

Das Konzept heißt Kontinuität. Mit den jungen Leuten kann man ein tolles Team für die Zukunft aufbauen. Die spielerische Klasse steigt von Jahr zu Jahr und die Eingespieltheit wird eine große Rolle spielen.

Wobei nun nicht nur junge Spieler im Kader für die kommende Saison stehen.

Klar, aber das sind die Jungs, die die jüngeren lenken sollen. Zudem haben die älteren allesamt bewiesen, dass sie sich ihren Platz in der Mannschaft verdient haben und keine Egospieler sind. Wie bei einem Zauberwürfel muss es am Ende einfach passen und trotz der Kreativität eines Roman Kadera zum Beispiel, haben die Verpflichtungen alle das Kollektiv im Sinn.



Welches spielerische Ziel willst Du verfolgen?

Wir gehen nun davon aus, dass wir in der 2. Bundesliga antreten dürfen, und dort ist alles etwas schneller als in der Oberliga. Die Scheiben werden direkter gepasst und man hat nicht mehr so viel Zeit, Entscheidungen zu treffen. Wir werden natürlich weiterhin primär auf die Defensive achten und dann versuchen unser Umschalten zu verbessern, ohne den Spielfluss zu verlieren. Das heißt hinten organisiert stehen und dann mit schnellen Passkombinationen ins gegnerische Drittel kommen. Nicht erst kompliziert hinter das eigene Tor fahren, sondern sofort das schnelle erste Zuspiel suchen. Ich denke, dass unsere Offensive immer für drei, vier Tore gut sein wird und ob es dann reicht, werden wir sehen.

Eine erste Kritik der Fans lautet, die Verteidigung wäre zu alt und zu langsam für die zweite Liga.

Mag sein, dass einige unserer Verteidiger etwas in die Jahre gekommen sind, aber in der zweiten Liga brauchen wir die Erfahrung von Spielern, die dort schon erfolgreich gespielt haben. Wir haben darauf geachtet, dass wir solide Verteidiger haben, die sowohl auf den Körper als auch einen Aufbaupass spielen können. Natürlich fehlt noch ein großer Playmaker, den sich alle wünschen, aber wir werden ja auch noch tätig werden. Wir haben gerade erst Mitte Mai. Dennoch denke ich, dass von der Geschwindigkeit her nach einem guten Sommertraining alle problemlos mithalten können. Da ist mir überhaupt nicht bange.

Warum Gorgenländer?

Aus den Gründen, die ich gerade nannte. Rudi ist ein höchst zuverlässiger Defensivmann, der natürlich keine besonderen Offensivqualitäten hat, aber dafür ist er zum Beispiel auch für das Überzahlspiel hervorragend geeignet, ist schnell, kann seinen offensiven Partner absichern und hat ein gutes Stellungs- und Körperspiel.

Einer, der mit seinem Stellungsspiel einige Probleme hatte, ist Jeff White, der eine einseitige Option für die 2. Bundesliga, wohl gemerkt nur für die 2. Bundesliga, besitzt. Eine Vertragsmodalität, die so auch nicht alle Tage vorkommt. Ein Fehler der Clubführung aus Deiner Sicht?

Dazu möchte ich nichts sagen. Aber Jeff weiß selbst, dass er keine besonders gute Saison gespielt hat, und nun ist es meine Aufgabe, ihm dabei zu helfen, diese Fehler aus seinem Spiel zu bekommen. Ich bin guter Dinge, dass mir das gelingen und Jeff sich deutlich steigern wird.

Was sprach für eine Weiterverpflichtung von Manuel Neumann und Daniel Ketter?

Manuel hatte zuerst noch Probleme und wenig gespielt. Aber als er dann kam, hat er seine Sache sehr gut gemacht. Er ist sehr schnell und manchmal vielleicht auch noch etwas hitzköpfig und überhastet, aber er ist ein junger Mann mit Perspektive. Er gibt immer sein Bestes und er ist einer, der stets das versucht umzusetzen, was ich kritisiere. Er ist auch aufgrund seiner Operation, die er hinter sich hat, als siebter Verteidiger eingeplant, wird aber seine Chancen bekommen. Daniel Ketter dagegen war für mich der stille Star der vergangenen Saison. Er hat sich sehr gut weiterentwickelt und man darf sich nicht davon blenden lassen, dass ihm in den Playoffs nach der vielen Eiszeit, die er zuvor noch nie hatte, die Kraft ein wenig ausgegangen ist. Von Daniel war ich am meisten positiv überrascht.

Edgars Masalskis hat eine überragende WM gespielt. Einer, den Du gerne im Team hättest?

Selbstverständlich. Aber der spielt auch finanziell mittlerweile in anderen Sphären. Wir werden definitiv mit Ronny Glaser und Christoph Mathis in die Saison starten. Ronny ist ein sehr ehrgeiziger, topp motivierter, guter Torhüter, der trotz der vielen Spiele gut gehalten und sich seine Chance redlich verdient hat.

Am Rande: Über was hast Du Dich bei der WM mehr geärgert: die Niederlage der Slowakei gegen die Deutschen oder das erbärmliche Bild, das die Funktionäre für das deutsche Eishockey abgegeben haben.

Na auf die Niederlage war ich vorbereitet, weil die Slowaken dieses Jahr einfach kein gutes Team hatten. Die Deutsche Nationalmannschaft hat mich aber dagegen positiv überrascht. Sie haben schön auf den Körper gespielt, gekämpft und teils auch spielerisch gut nach vorne gearbeitet. Alles andere, die Querelen um Busch und Holland usw., dies alles ist der ständige Schatten über unseren Sport in diesem Land. Für das Eishockey-Image in Deutschland ist das natürlich weniger toll.

Einer der stets beste Imagepflege in eigener Sache betreibt ist Adam Spylo. Hat er eine Zukunft in Freiburg?

Adam bekommt die Chance sich zu zeigen. Er muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die ich ihm mitgeteilt habe, und wenn er dies tut und Gewicht und Laktatwerte in Ordnung sind, dann werden wir schauen und über die Personalie Spylo entscheiden.



Was ist noch geplant?

Wir werden Ende Juli vermutlich vier Spieler aus Kanada bzw. Skandinavien, die wir im Auge haben, mit Tryout-Verträgen nach Freiburg holen und diese auf Herz und Nieren testen. Von diesen vier Spielern, sollen dann zwei bei uns bleiben, ein Offensivverteidiger und ein Stürmer. Wir werden dann mit fünf Kontingentspielern in die Saison gehen.

Sind noch deutsche Spieler für den Kader als Zugänge geplant?

Momentan nicht, nein. Aber mal sehen, was passiert.

Welche Rolle spielen Überlegungen hinsichtlich der Hierarchie und Nationalität in Deinen Überlegungen?

Ich glaube nicht, dass wir ein Führungsspieler-Problem bekommen werden, da die Kontingentspieler, die wir einladen möchten, noch nie in Europa gespielt haben und sich erst einmal eingewöhnen müssen. Und selbst wenn, werde ich nicht über zu viele Führungsspieler meckern, weil jeder seine eigenen Aufgaben hat. Was die Nationalitäten angeht, will ich absichtlich noch Kanadier oder Skandinavier, weil es genügend Beispiele dafür gibt, dass eine zu einseitige Ausrichtung nicht gut ist. Wir werden versuchen, mit neuem Blut für die Mannschaft die richtige Mischung zu finden.

Wie kam es zu der Neuverpflichtung von Dennis Meyer?

Ich wusste, dass Dennis schon während der Spiele gegen uns wusste, dass er in Hannover keinen neuen Vertrag bekommen würde und so haben wir ihn danach kontaktiert. Er hat gegen uns wirklich sehr gut gespielt, ist ein toller Bullyspieler und agiert in Unterzahl sehr effektiv. Zudem ist er ehrgeizig und torgefährlich und somit ideal für unsere dritte Reihe.

Werdet Ihr Euch noch um Förderlizenzspieler bemühen?

Es wurden bereits einige Gespräche geführt, aber das ist noch alles in Verhandlungen.

Du bist Inhaber eines Trainer-B-Scheines. Darfst Du überhaupt in der zweiten Liga trainieren?

Ja, mit einer Ausnahmegenehmigung. Nach der kommenden Saison werde ich dann den A-Schein machen, für den ich aber erst zwei Jahre Trainerpraxis benötige.

Der EHC München verkauft seinen Co-Trainer-Posten symbolisch Fans, du hast dich für Petr Bares entschieden.

Ja, Petr wird mich mit seiner großen Erfahrung und seinem Fachwissen während der Saison unterstützen. In erster Linie wird er allerdings für uns verteidigen.

Du hast Deine erste Saison als Cheftrainer eines Profi-Eishockeyteams hinter Dir und bist derweil noch Geschäftsmann und Betreuer des Eislaufens in der Franz-Siegel-Halle. Was hat sich für Dich privat verändert und wirst Du nun alles auf die Karte Profi-Trainer setzen?

Sicher waren die letzten Monate sehr turbulent und ich bin mir wohl bewusst, dass die erste Saison immer die leichtere ist. Ich muss nun meine Arbeit bestätigen und bin mir zudem im Klaren darüber, dass sich alles ganz schnell ändern kann, wenn wir etwa den Saisonstart in den Sand setzen. Schon allein aufgrund der Schnelllebigkeit im Trainergeschäft, wäre es meiner Familie gegenüber fahrlässig, wenn ich mein zweites Standbein jetzt aufgeben würde. Momentan habe ich dafür zuverlässige Mitarbeiter, so dass ich mich auch in Zukunft voll auf meine Mannschaft konzentrieren kann.

Peter, die Geschichte von König Midas nahm kein gutes Ende. Seine Gier war zu groß, wodurch er einsam endete.

Sicher will ich noch mehr. Ich habe hier etwas angefangen, dass noch lange nicht vollendet ist. Nur zu gerne würde ich auch einmal einen Titel mit den Wölfen feiern, aber ich werde mich vor Midas´ Schicksal mit der nötigen Bescheidenheit schützen. Ich bin realistisch genug, um mir und dem Team erst einmal kleine Ziele zu setzen. Wir möchten in erster Linie so viele Punkte wie möglich sammeln, schönes Eishockey spielen und uns, sofern es mit dem Aufstieg klappt, wovon ich zu 99% ausgehe, in der zweiten Liga etablieren. Die Gier wird mich jedenfalls nicht besiegen!



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