Wochenendkurzfilm: Wie traurig es ist, als menschliches Walross zu leben

Cécilia Marchat

Walrosse leben gemeinsam in Meeren, nicht alleine in Villen. Das Walross in Luke Randalls Kurzfilm ist einsam, die Sehnsucht in ihm groß. Seine Anrufe bleiben unbeantwortet, nicht mal ein Rauschen ist wahrnehmbar. Es muss sich etwas ändern.

Aufstehen, essen, lesen, sich kämmen, rauchen, nachdenken: Das sind alles Tätigkeiten, die den monotonen Alltag des Herrn Walross ausmachen. Irgendetwas fehlt. Bei der Betrachtung einer Postkarte auf seinem Kühlschrank wird ihm dies klar.


In seinem blau-weiß gestreiften Schlafanzug steigt das Walross in einem graublauen BMW-Cabrio und fährt die Küste des Pazifischen Ozeans entlang, um ein inniges Verlangen zu stillen.

Randall schafft es in wenigen, ausgefeilten Einstellungen ein Gefühl für die Sehnsucht dieser großen, gelbbraunen Robbe zu übermitteln. Die Zeit ist reif, um ans Meer zu denken und hinauszugehen.



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