Wochenend-Kurzfilm (66): The Fly

Aljoscha Harmsen

Perspektivwechsel: Das typische Opfer der aufgerollten Tageszeitung bekommt in unserem heutigen Wochenend-Kurzfilm eine zehnminütige Widmung. Der Film empfindet das Leben einer Fliege nach, die verzweifelt vor ihrem Peiniger flieht. Doch welche Sorte Peiniger ihr nach dem Leben trachtet, offenbart sich erst am Schluss.



Die Geschichte des 1981 mit einem Oscar geehrten Kurzfilms The Fly entspricht dem klassischen Lebensweg einer Fliege, die sich in ein bewohntes Haus verirrt: Angelockt durch ein blinkendes Licht nähert sie sich vom Wald her einem großen Haus, fliegt herein durch ein offenes Fenster und wähnt sich unbeobachtet. Bald aber muss sie in einem aussichtslosen Kampf mit dem Menschen um ihr Leben fliegen. Das überraschende Ende zeigt die ganze Grausamkeit ihres  Verfolgers auf.


Die Atmosphäre ist nicht nur wegen der beige-schwarzen Zeichnungen besonders eingehend; während des ganzen Films untermalt die nervigste Eigenschaft der gemeinen Hausfliege die Animation: ihr Summen. Während sie das Haus erkundet und plötzlich in Gefahr gerät, summt sie immer lauter, immer panischer fliegt sie umher und endet an einem Fenster mit dem Blick in die erlösende Freiheit. Was dann mit ihr passiert erklärt, warum sie so leicht ins Haus kam.

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The Fly

The Fly

Quelle: YouTube