Wochenend-Kurzfilm (60): Bottle Rocket

Dana Hoffmann

Gleich drei Debuts gibt es im Kurzfilm "Bottle Rocket" von 1994: Wes Anderson führt zum ersten Mal Regie und Luke und Owen Wilson erproben ihr schauspielerisches Talent. Dass die drei heute Riesenerfolge feiern, ist nach diesem dreizehnminütigen Kultstreifen kein Wunder.



"Bottle Rocket" ist die Geschichte von Anthony (Luke Wilson), Dignan (Owen Wilson) und Bob (Robert Musgrave), die versuchen, der Monotonie des Vorstadtlebens zu entkommen und ihre Karriere als Diebe planen.


Der Titel (dt. "Durchgeknallt") mag einigen Cineasten vielleicht bekannt vorkommen, berühmt geworden ist aber nicht nur die Kurzversion von 1994, sondern vor allem der Kinofilm von 1996. Als sich die Studenten Wes Anderson und Owen Wilson Anfang der Neunziger Jahre bei einem Drehbuch-Seminar der University of Texas in Austin kennen lernen, realisieren sie 1992 den 16mm-Kurzfilm "Bottle Rocket", der dem Hollywood-Produzenten James L. Brooks positiv auffällt.

Der Weg nach Hollywood ist geebnet: Für Columbia Pictures weiten die beiden Texaner die Geschichte ihres Kurzfilms auf Spielfilmlänge aus. Wieder übernimmt Anderson die Regie, während Wilson und sein Bruder Luke in den Hauptrollen agieren. Der 13-Minüter ist inhaltlich in die lange Version integriert, die Szenen wurden aber für die Leinwand in Farbe nachgedreht.

"Bottle Rocket" ist im Amerikanischen illegales, billig produziertes Feuerwerk, das verpufft anstatt zu detonieren. Der Knallfrosch Owen Wilson explodiert hingegen in seiner ersten Rolle überraschend farbenfroh – trotz schwarz-weiß-Optik.

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