Wo rockt's Watcha Clan im Jazzhaus

Manuel Lorenz

Als wichtige Hafenstadt ist Marseille schon seit jeher Schmelztiegel verschiedenster Menschen und Kulturen. Was dabei herauskommen kann, verdeutlicht niemand besser als die vier Musiknomaden von Watcha Clan. Heute Abend ist die Band im Jazzhaus.

  Pünktlich zum 10-jährigen Band-Jubiläum haben Watcha Clan jetzt auf dem Berliner Independent-Label Piranha Records ihr neues Album „Diaspora Hi-Fi / A Mediterranean Caravan“ veröffentlicht, das sie heute Abend im Freiburger Jazzhaus vorstellen werden.


Watcha Clan, das sind die magische Sängerin Sista K, der toastende Rapper Soupa Ju, der Programmierer Suprême Clem und der musikalische Tausendsassa Matt la Basse – allesamt Migrantenkinder, deren multikultureller Hintergrund ihre Musik maßgeblich beeinflusst.

„World ’n’ Bass“ oder „Live Electro World“ nennen die Marseillais ihren Sound, der Tradition und Moderne kurzweilig zusammenführt: HipHop, Drum ’n’ Bass, Jungle und Breakbeats treffen auf algerische Berbergesänge, osteuropäische Blechmusik und jüdische Klezmer-Folklore. Und das noch auf Französisch, Arabisch, Hebräisch und Englisch.

Wem Bands wie Ojos de Brujo, Cheb Balowski oder Dunkelbunt gefallen, wer gerade kein Geld hat, um Barcelona, Marokko – oder eben Marseille – zu bereisen, der sollte sich jenes babylonische Sprachgewirr heute Abend auf keinen Fall entgehen lassen.

Mehr dazu:

Watcha Clan: Website& MySpace

Was:
Watcha Clan
Wann: Donnerstag, 26. Februar 2009, 20 Uhr
Wo: Jazzhaus
Tickets: 12 Euro, 10 Euro ermäßigt

Watcha Clan en concert

Quelle: YouTube