Wo rockt’s? The Wave Pictures im Teng

Alexander Ochs

Lo-Fi-Perlen mit rumpelhaftem Charme und britischem Humor servieren die Wave Pictures am Freitagabend im Great Räng Teng Teng. "Die britischste aller britischen Bands – und zurzeit die beste", meint der Rolling Stone.



Das Swamp platzte aus allen Nähten, als die Wave Pictures ihre holprigen Lo-Fi-Perlen dort ausbreiteten. Drum veranstaltet Swamp-Mann Carmelo „Chico“ Polichiccio das Konzert des britischen Indiefolk-Indiepop-Indierock-Irgendwas-Trios diesmal im etwas größeren Great Räng Teng Teng, doch auch hier dürfte der Laden gerammelt voll werden. Schließlich verbreitet sich die Nachricht vom sympathischen Können der coolen Jungs aus dem englischen Örtchen Wymeswold derzeit wie das sprichwörtliche Lauffeuer.


David Tattersalls hinreißende, melancholisch und verschmitzt zugleich wirkende Stimme, die Lo-Fi-Einstellung mit Schrammelgitarre, die liebevollen, ironischen Texte, vielleicht auch ihre Freundschaft mit dem kauzigen Herman Dune und nicht zuletzt ihr Label Moshi Moshi haben natürlich großen Anteil daran, dass diese Band, obschon jahrelang präsent und existent, sozusagen aus den Katakomben des Nichts an die Oberfläche des Musikbusiness befördert wurde. Das war 2008. Spätestens seitdem gießen die Kritiker – nicht alle, aber viele – fassweise Lob über das Trio aus. Referenzen: Jonathan Richman, The Smiths, Hermann Dune. Der Rolling Stone meint gar: „Die britischste aller britischen Bands – und zurzeit die beste.“

Das brandneue Werk der fröhlichen Briten, produziert von Darren Hayman (Hefner) und angereichert mit allerlei bluesigen Girtarrensoli, nennt sich „Beer in the Breakers“ – Bier in der Brandung. Damit bleiben The Wave Pictures namenstechnisch im Bilde. Denn für ’nen Witz sind die Jungs immer zu haben. Und für’n Bier sowieso.

The Wave Pictures - Little Surprise (official video)

Quelle: Vimeo



Mehr dazu:

Was: The Wave Pictures
Wann: Freitag, 9. September 2011, 21 Uhr
Wo: The Great Räng Teng Teng
Eintritt: 10 Euro