Wo rockt’s? Keith Caputo im Atlantik

Alexander Ochs

"Keith Caputo, das ist die französische Sängerin, von der du mir erzählt hast, nicht?", schreibt mir eine Freundin. Die würde ihr blaues Wunder erleben, denk’ ich mir. "Da wünsch ich dir auf jeden Fall viel Spaß und ein schönes Konzert." Werd ich haben. Heute Abend im Atlantik.

Da fragt man sich: Wer kennt nicht Keith Caputo? Wer kennt Keith Caputo NICHT? Und kaum erzählt man vom bevorstehenden Gig, schon, ups, hat man weit und breit die – mutmaßlich – einzige Person erwischt, die den kleinen Herrn mit der großen Stimme nicht kennt. Okay, ist ja noch nicht aller Tage Abend, ist ja noch Zeit, den Sänger der New Yorker (Post-)Hardcore-Band Life of Agony kennenzulernen.


In seinen Soloalben hat sich Caputo stärker aufs Songwriting konzentriert, den Akzent mehr auf Schwermut und Melancholie gelegt und vom harten Rock früherer Jahre teilweise Abstand genommen. Sein drittes Solowerk „A Fondness For Hometown Scars”, knackiger und rockiger als seine beiden ersten Scheiben, hat er im vergangenen Jahr bereits in Freiburg im Gepäck gehabt.

Für seine Liveauftritte hat sich der gebürtige Amerikaner in seiner Wahlheimat Holland eine Begleitband zusammengestellt, die unter den Namen The Sad Eyed Ladies firmiert. Markant thront die majestätische Stimme von Keith Caputo über der Musik – eine der außergewöhnlichsten Stimmen des Musikgeschäfts.

Im Sommer frisch herausgekommen ist das William Rot’sche erotische Video zum Song Bleed For Something Beautiful. Flea von den Red Hot Chili Peppers spielt übrigens die Trompete. Und die Musik spielt heute Abend im Atlantik.

Mehr dazu:

 
Was: Keith Caputo
Wann: Dienstag, 8. September, 21 Uhr
Wo: Café Atlantik, Schwabentorring 7

[Bild: MySpace]

Bleed for Something Beautiful

Quelle: Vimeo